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Der Mittelstand sollte sein eigener PR-Botschafter sein

PR-Tipp 297: Warum der Mittelstand PR braucht

Dem deutschen Mittelstand geht es gut. Er ist ein wichtiges Fundament der deutschen Wirtschaft. Kleinere und mittlere Unternehmen, sogenannte KMU, schaffen Arbeitsplätze und kurbeln die Wirtschaft an. Allerdings könnten viele Unternehmen noch deutlich besser dastehen, wenn sie auch in ihre Medien- und Öffentlichkeitsarbeit investieren würden.

Der Mittelstand sollte sein eigener PR-Botschafter sein

Dem Mittelstand fehlt es an Markenbewusstsein. Idealerweise sollte jedes Unternehmen sein eigener Markenbotschafter sein. Foto: Adobe Stock

Die meisten Mittelständler haben kein ausgeprägtes Markenbewusstsein. Meist wissen sie gar nicht, dass sie mit dem, was sie täglich tun, auf ihr Markenkonto einzahlen. Wenn ein Metallhersteller beispielsweise immer pünktlich liefert, wird er von Kunden als zuverlässig betrachtet. Wenn er diese „Zuverlässigkeit“ aber nicht kommuniziert, bleibt er ein stummer, unsichtbarer Marktteilnehmer. Tue Gutes und rede darüber, einer der ältesten PR-Grundsätze, wird hier täglich ignoriert. Das zeigt sich auch in der Außendarstellung vieler KMU: Veraltete Websites, überladene, unübersichtliche Kundenbroschüren, austauschbares Design und inkonsequente Kommunikation. Doch solange die Auftragsbücher gut gefüllt sind, sehen die Geschäftsführer keine Notwendigkeit, in ihre Außendarstellung zu investieren. Viele sehen PR nur als Kostenfaktor und nicht als Umsatztreiber.

Alles ist Teil der eigenen Marke

Dabei ist alles, was ein Unternehmen tagtäglich macht, Bestandteil des Markenaufbaus und der Imagepflege. „Man kann nicht nicht kommunizieren.“, wusste schon Watzlawick. Alles kommuniziert! Die Toilette eines Restaurants ist genauso Teil der Marke, wie die Büroeinrichtung oder das Mitarbeiterverhalten.

Wofür man steht, muss kommuniziert werden

Biete ich zum Beispiel Prozessinnovationen auf einer veralteten Website an, verliert mein Angebot an Glaubwürdigkeit. Besteht meine Kundenbroschüre aus einem Informations-Wirrwarr, dann ist sie eher eine „Kundenabschreckbroschüre“. Die wichtigen Botschaften und Markenattribute gehen unter. Genauso ist es in der internen Kommunikation. Wer nicht weiß, wofür er steht, kann es auch nicht vormachen.

PR gewinnt gute Mitarbeiter

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels kämpfen Mittelständische Unternehmen heute aber nicht nur um Marktanteile, sondern auch um gute Mitarbeiter. Hier gewinnt das Unternehmen, das eine klare Positionierung im Markt hat. Warum sollte der beste Maschinenbauingenieur ausgerechnet bei mir arbeiten? Unternehmen müssen wissen, wofür sie stehen, sonst können sie es nicht vorleben!

Unternehmensprofil schärfen - auch bei guter Auftragslage

Wer sein klares Profil also nicht in ein paar kurzen Sätzen erklären kann, hat keine Existenzberechtigung im Markt. Es klingt verwunderlich, dass Mittelständler nicht in der Lage dazu sein sollten, ihre USP nicht nach außen zu tragen. Der allgemeine Tenor: Solange die Auftragslage gut ist und man in Innovationen investiert, wird schon nichts passieren. Das mag eine Zeit lang auch gut gehen, endet aber früher oder später in einem langsamen Markentod.

 

(hil)

 

©2018 Medienbüro Müller-Bringmann/7. Mai 2018

Podcast in der PR und Kommunikation

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Katrin Hilger

Redakteurin – Getreu dem Motto des Medienbüros "Wir texten aus Leidenschaft" ist der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Medienbüro das Erstellen von Texten aller Art. Auch die redaktionelle Verantwortung von Mitarbeiter- und Verbandszeitschriften gehört zu ihrem Aufgabengebiet. "Wir sind Journalisten und wissen genau was die Medien wollen, das ist der Vorteil für unsere Kunden", findet Katrin Hilger.

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