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Abstimmung von Pressemitteilungen

PR-Tipp 295: Abstimmung von Pressetexten

Bevor Pressetexte an die Öffentlichkeit verschickt werden, erfolgt in der Regel ein interner Abstimmungsprozess. Sinn dieses Abstimmungsprozesses ist es, den Inhalt des Pressetextes sachlich und fachlich gegenzuchecken. Klingt in der Theorie sehr einfach, treibt aber in der Praxis leider manchmal abenteuerliche Blüten.

Abstimmung von Pressemitteilungen

Wichtiger PR-Grundsatz: Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Foto: Adobe Stock

Eigentlich sollten die Verantwortlichkeiten zwischen Presseabteilung und Geschäftsführung klar geregelt sein: Die PR-Abteilung ist für die ansprechende Vermittlung der, von der Geschäftsführung zu verantwortenden Inhalte zuständig. Zusammengefasst: Der Chef bestimmt das „Was“ und der Pressesprecher das „Wie“.

Für die Erstellung von Pressetexten gibt es ganz unabhängig vom Inhalt bestimmte Anforderungen. Dazu gehört, dass die Texte empfängerorientiert geschrieben werden müssen. Hier gilt der schöne alte Grundsatz vom Köder, der dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler. Das heißt, Inhalte müssen so vermittelt werden, dass sie den Redakteur ansprechen und nicht den Absender. Diese einfache Regel wird in der täglichen PR-Arbeit leider immer wieder ignoriert. Auch wenn der Pressesprecher und seine Mitarbeiter wiederholt darauf hinweisen, was für den Empfänger wichtig ist, entscheiden die Chefetagen oft anders. Dabei wird es umso schwieriger, je mehr Hierarchie-Ebenen in den Abstimmungsprozess eingebunden werden.

Zwickmühle zwischen Sender und Empfänger

Viele PR-Treibende befinden sich täglich in einer Zwickmühle zwischen den Interessen ihres Auftraggebers auf der einen Seite und den Medien auf der anderen Seite. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. So muss man dem Chef vorsichtig klarmachen, dass seine Sicht der Dinge - und insbesondere sein Wortlaut - für Außenstehende nicht immer zu verstehen sind. Auf der anderen Seite stehen die Journalisten, die Geschichten erwarten, die die Leser interessieren und an die Zeitung binden.

Die ideale Lösung: Ein Pressetext, der informativ und sprachlich verständlich ist sowie ein zügiger Abstimmungsprozess, der sich auf die Sache beschränkt.

Unser Tipp: Im Vorfeld der Erstellung des Pressetextes sollte es ein sinnvolles und korrektes Briefing geben. Die inhaltliche Kompetenz liegt beim Kunden, Auftraggeber oder Chef. Über das wie, also die journalistisch-sprachliche Gestaltung, entscheidet der Pressesprecher oder die PR-Agentur. Gibt es hier Unstimmigkeiten, sollten beide Seiten offen darüber sprechen und gemeinsam eine Lösung finden. Diese ist im Idealfall im Sinne des Empfängers.

(hil)

©2018 Medienbüro Müller-Bringmann/6. März 2018

 

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Katrin Hilger

Redakteurin – Getreu dem Motto des Medienbüros "Wir texten aus Leidenschaft" ist der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Medienbüro das Erstellen von Texten aller Art. Auch die redaktionelle Verantwortung von Mitarbeiter- und Verbandszeitschriften gehört zu ihrem Aufgabengebiet. "Wir sind Journalisten und wissen genau was die Medien wollen, das ist der Vorteil für unsere Kunden", findet Katrin Hilger.

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