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Vertrauen zu schaffen eines der Grundziele der PR- und Öffentlichkeitsarbeit.

PR-Tipp 292: Vertrauen

Fake News-Debatten und Skandale wie die Diesel-Affäre kratzen das Vertrauen der Öffentlichkeit in klassische Medien und Unternehmen an. Laut einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL halten nur noch 56 Prozent der Befragten das Radio für vertrauenswürdig, die Presse liegt hier bei 40 Prozent und das Fernsehen gar nur bei 28 Prozent. Alle genannten verlieren damit vier Prozentpunkte gegenüber der Befragung aus dem Jahr 2016. Unternehmen verzeichnen sogar ein Minus von 18 auf nun 27 Prozent. Verlorengegangenes Vertrauen wieder zu erneuern, ist harte und langwierige Arbeit. Wie es von Seiten der Öffentlichkeitarbeit gehen kann, haben wir hier zusammengestellt.

Authentisch sein

Vertrauen zu schaffen eines der Grundziele der PR- und Öffentlichkeitsarbeit.

Eine vertrauensvolle Basis ist die beste Grundlage für Kommunikation zwischen Unternehmen und Journalisten. Doch dieses Vertrauen muss erarbeitet werden. (Foto: Adobe Stock)

Es gibt den wertvollen Rat von Personalern, sich beim Vorstellungsgespräch nicht anders zu geben, als man ist. Für Unternehmen und ihre Öffentlichkeitsarbeit gilt das Gleiche. Steht ein Unternehmen für Verlässlichkeit und Präzision, sollten diese Stärken in die Tonality, den PR-Plan und den Dialog in den Sozialen-Netzwerken integriert werden. Wer zu den eigenen Stärken steht – auch wenn sie gerade nicht hipp sind – wird in seiner Kommunikation als ehrlich wahrgenommen.

Ehrlich sein

Öffentlichkeitsarbeit und PR für Unternehmen zielt darauf ab, die Öffentlichkeit über berichtenswerte Entwicklungen, Ereignisse und andere Neuigkeiten eines Unternehmens zu unterrichten und dabei gleichzeitig dessen Werte und Botschaften zu transportieren. Das geht am besten, wenn man ehrlich kommuniziert und informiert. Werbeslogans, großspurige Versprechungen, die man später nicht einhalten kann, und Ähnliches haben hier nichts verloren.

Ein weiterer Aspekt ist die Kommunikation in der Krise. Der Umgang vor allem mit schwerwiegenden Fehlern fällt vielen Unternehmen schwer. Es hat sich gerade in Krisenzeiten gezeigt, dass ein offener Umgang mit dem Problem, eine Bitte um Verzeihung zur rechten Zeit und das Versprechen, die Hintergründe aufzuklären und die Fehler abzustellen, der beste Weg, ist mit Krisen umzugehen. Dieses Vorgehen kann selbst in der Krise Vertrauen schaffen.

Verlässlich sein

Sagen, was man tut – tun, was man sagt – auf diese Formel lässt sich das Thema Verlässlichkeit komprimieren. Dies gilt im Umgang mit Medienvertretern im gleichen Maße wie im Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern. Wer von Redaktionen kontaktiert wird, wenn es etwa um allgemeine Hintergrundinformationen über sein Fachgebiet geht, hat in Sachen Vertrauensbildung viel erreicht.

Im Gegenzug ist es für Medienvertreter und die Öffentlichkeit irritierend, wenn Unternehmen zu einem Thema unterschiedliche Positionen vertreten. Dies geschieht dann häufig, wenn verantwortliche Bereiche nicht eindeutig zugeordnet werden. Auch fehlende oder unzureichende Absprachen können zu einer vielstimmigen Kommunikation führen.

Kontinuierlich kommunizieren

Kontinuität ist die Basis für jede Art von Öffentlichkeitsarbeit. Wer immer nur an Medien herantritt, wenn er gerade etwas Neues verkaufen will, hat in Redaktionen schlechte Karten. Die Kontakte zu Medienvertretern und Öffentlichkeit wollen gepflegt werden. Wer offen, ehrlich, verlässlich und kontinuierlich kommuniziert, ist auf dem besten Weg Vertrauen zu gewinnen.

 

(cp)

 

©2018 Medienbüro Müller-Bringmann/ 16. Januar 2018

 

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