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PR-Tipp 288: Floskeln vermeiden

Haben Sie heute schon „fieberhaft“ nach irgendetwas gesucht, einem Projekt „grünes Licht“ gegeben oder „mit Hochdruck“ an etwas gearbeitet? Jeder kennt diese und andere Floskeln und (fast) jeder benutzt sie.

Floskeln gibt es wie Sand am Meer. Wir haben hier nur eine kleine Auswahl von nichtssagenden Trendbegriffen zusammengefasst. (Grafik: www.wordle.net)

Die „Floskelitis“ zieht sich durch alle Bereiche, doch vor allem in der PR werden häufig Phrasen gedroschen, dass die Textbausteine nur so scheppern. Schließlich muss doch betont werden, wie hochwertig, fundiert, analytisch, nachhaltig, zukunftsorientiert und ganzheitlich man sich die Neupositionierung oder Innovationsfähigkeit des Unternehmens vorzustellen hat. Häufig werden diese Begriffe unreflektiert in Texte eingestreut, schaut man genauer hin, erweisen sie sich meist als überflüssig.

Phrasen erschweren die Verständlichkeit von Inhalten

Heiße Luft statt Inhalt. Phrasen statt konkreter Angaben. Zwischen tausendmal gelesenen Floskeln verschwindet, was das Unternehmen inhaltlich vermitteln will. Ein Fehler, denn bei einer Pressemitteilung geht es darum, zu vermitteln, was neu ist und welche Bedeutung das zum Beispiel für Kunden, Anwohner und Mitarbeiter hat. Es geht um Fakten. Das heißt, der Nachrichtenwert steht immer an erster Stelle. Sachverhalte sollen möglichst präzise und objektiv dargestellt werden. Da sind Floskeln eher hinderlich, denn entweder wirken sie unseriös oder erschweren das Verständnis. Also sollte man möglichst auf sie verzichten.

Konkrete Tipps

Nachfolgend einige Tipps, wie man Floskeln vermeiden kann:

  • Auf Ausdrücke verzichten, die man schon mehrfach an anderer Stelle gelesen hat.
  • Keine Formulierungen benutzen, die nichts Konkretes aussagen.
  • Keine Schachtelsätze, sondern lieber mehrere kurze Sätze formulieren.
  • Adjektive sparsam verwenden.
  • Keine Anglizismen. Ausnahme: Es sind wichtige Fachvokabeln. Andere lassen sich durch gängige deutschsprachige Begriffe ersetzen.

Ganz nebenbei wird ein Text lesbarer und interessanter, wenn man ihn von Floskeln befreit hat.

Verpackung und Inhalt müssen stimmen

Im Übrigen kommt der Drang zur Floskeln nicht immer von den Mitarbeitern in der Pressestelle. Oft sind Hierarchien einzuhalten, bevor eine Pressemitteilung alle Freigaben hat und verschickt werden kann. Viele mischen mit, die sich mit dem Inhalt auskennen. Wie man diesen in Sprache verpackt, wissen jedoch weit weniger. Andere sind verliebt in die eigenen Worte. Wieder andere fühlen sich einfach besser, wenn sie noch ein paar Sätze umstellen. Das alte Sprichwort von den vielen Köchen, die den Brei verderben, kann hier durchaus zutreffen.

 

(hil)

 

©2017 Medienbüro Müller-Bringmann/19. September 2017

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