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PR-Tipp 287: Was macht die Qualität von PR-Inhalten aus?

Bei der Auswahl von PR-Themen und der Art sie zu präsentieren, kann man viel falsch machen. Ein Klassiker: PR und Marketing gleichzusetzen und seine Empfänger mit Werbefloskeln zu überschwemmen. Dabei gibt es für die Qualität von PR-Inhalten genug Kriterien. Das Zusammenspiel dieser Faktoren ergibt in der Summe gute Anhaltspunkte für die Qualität eines Inhalts. Wir haben in unserem PR-Tipp die wichtigsten Kriterien zusammengestellt.

Die Basis: der Nutzen

Ein gutes PR-Konzept steht und fällt mit seinen Inhalten. Bei der Bewertung der Inhaltsqualität helfen verschiedene Kriterien. (Foto: Pixabay)

Wer Inhalte schaffen will, die überhaupt etwas beim Empfänger bewirken, muss sich über eine grundlegende Voraussetzung Gedanken machen: den Nutzen. Es gilt der Grundsatz: Ohne Mehrwert kein Abdruck. Hat der Inhalt für den Empfänger keinen erkennbaren Nutzen, wird er ihn nicht wahrnehmen. Dabei kann der Nutzen individuell unterschiedlich definiert sein. Welche Inhalte für einen Empfänger den größten Mehrwert haben, hängt von seinen Vorlieben und Interessen ab. Gerade deshalb ist die Definition einer Zielgruppe für die PR-Arbeit essentiell. Wo und wann erreiche ich meine Bezugsgruppe am besten sind weitere Fragen, die im Vorfeld geklärt werden müssen.

Relevanz

Wer gerne seine Inhalte mit „Ich-Botschaften“ serviert, mit reichlich Eigenlob garniert und nur von sich selbst spricht, wird auch nur mit sich selbst sprechen. Solche Inhalte kommen beim Empfänger schlecht an. Vielmehr geht es darum, seiner Bezugsgruppe Informationen zu liefern, die sie als wertvoll einstuft. Dazu muss man seine Bezugsgruppe und ihre Interessen und Sorgen kennen. Den normalen Nutzer wird eine Meldung über die Größe des Arbeitsspeichers im neuen IPhone nicht interessieren. Einen Tech-Nerd dagegen sehr wohl. Wer schwerzugängliche oder sogar exklusive Inhalte bieten kann, punktet bei diesem Kriterium besonders.

Emotion

Ein anderes Kriterium ist die Emotionalität eines Inhaltes. Schafft es mein Beitrag, die Empfänger auf einem emotionalen Level zu erreichen? Vielleicht sogar sie zu berühren? Das steigert das Interesse der Empfänger massiv. Hier ist vor allem die Ansprache wichtig. An der Tonality muss deshalb besonders gefeilt werden.

Timing

Ein Inhalt kann noch so gut recherchiert, noch so gut produziert sein, er fällt durch das Wahrnehmungsraster, wenn das Timing nicht stimmt. Wer die Rekordzahlen der vorweihnachtlichen Spendengala im Januar verschickt, hat etwas falsch gemacht. Wann etwas versendet, geteilt oder gepostet wird, muss vorab strategisch geplant sein. Dabei gilt: Empfängern erscheinen Inhalte meist dann relevanter, wenn sie einer gewissen Aktualität gerecht werden.

Interaktivität

Gerade in Zeiten von Social Media wird das Interaktionspotenzial eines Inhaltes wichtiger. Beiträge werden immer häufiger auf verschiedenen Kommunikationskanälen genutzt. Deshalb sollte jeder Inhalt von vornherein auch auf seine Social Media-Tauglichkeit geprüft werden. Inwiefern könnte der Inhalt Diskussionen anregen? Kann man das in einem Posting aufnehmen, thematisieren oder sogar forcieren?

Verständlichkeit

Es hört sich banal an, aber wenn man sich im Netz umsieht, bleibt der Hinweis aktuell: Inhalte sollten sich nicht selbst durch unnötige Komplexität ein Bein stellen. Einfach, klar, verständlich – so sollten sie gestaltet sein. Bandwurmsätze und Prestigebegriffe mögen dem eigenen Ego des Autoren schmeicheln, in der PR-Arbeit haben sie nichts verloren. Wer seine Empfänger überfordert oder ihnen Verständnishürden aufbaut, verliert sie.

Fazit

Kann Ihr Inhalt bei allen Kriterien richtig punkten? Dann raus damit in die Welt. Im umgekehrten Fall sollte man überlegen, an welchen Stellschrauben noch gedreht werden kann. Eventuell ist der Inhalt aber auch einfach nicht relevant genug, um ihn zu verschicken.

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Carsten Preis

Redakteur – im Medienbüro ist er für das Erstellen sämtlicher Textformen für Print und Online sowie der internen und externen Kommunikation verantwortlich. Weitere Aufgabengebiete: Redaktion und Konzeption von Mitarbeiter- und Verbandszeitschriften, Aufbau und Pflege der Social Media-Kanäle, Konzeption und Organisation von Medienterminen.

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