Menu

PR-Tipp 286: Wie sinnvoll ist Twitter für die PR-Arbeit?

US-Präsident Donald Trump verbreitet seine Ansichten bevorzugt über den Kurznachrichtendienst Twitter und erzeugt damit eine beachtliche Aufmerksamkeit. Doch ist Twitter für die Öffentlichkeitsarbeit wirklich wichtig? Und wenn ja für wen und für welche Botschaften?

Twitter ist nicht für die Masse

Ein kurzer Tweet kann weltweit große Wellen schlagen. Aber lohnt sich der Kurznachrichtendienst für die Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland? (Foto: Pixabay)

Wer Twitter nutzen will, um eine breite Masse an Nutzern direkt anzusprechen, hat besonders in Deutschland schlechte Karten. Statistiken der letzten Jahre gehen von elf bis zwölf Millionen Accounts aus, die von deutschen Nutzern angelegt wurden. Zieht man aber die bei Twitter sehr hohe Zahl von Karteileichen in Betracht, liegt die Zahl der monatlich aktiven deutschen Nutzer deutlich darunter. Realistischer scheint eine aktive Nutzerschaft zwischen einer und drei Millionen. Das ist eine medial kleine Bühne, wenn man sie etwa mit Facebook vergleicht. Hier gehen Statistiken von rund 26 Millionen monatlich aktiven deutschen Nutzern aus.

Wozu dann Twitter?

Twitter mag in Deutschland klein sein. Das muss jedoch nicht heißen, dass es als Instrument für die Öffentlichkeitsarbeit ungeeignet ist. Denn auf Twitter ist ein hoher Anteil von Medienmachern und Journalisten aktiv. Viele von ihnen haben den Dienst als schnelle Nachrichtenquelle schätzen gelernt. Eine hohe Zahl potenzieller Multiplikatoren kann den Dienst deshalb für die PR-Arbeit interessant.

Twitter wie nutzen?

Der 140-Zeichen-Dienst kann in verschiedener Weise für die PR-Arbeit sinnvoll sein. Zum einen kann er der Kontaktpflege im Besonderen zu Medienvertretern dienen. Je nach Branche kann Twitter auch als Kanal zur Selbstvermarktung genutzt werden. Regelmäßige und gut durchdachte Tweets, die in einen PR-Plan eingebettet sind, bauen auch bei Twitter eine eigene Leserschaft auf, die für die eigenen Themen begeistert werden kann.

Zudem hat ein Twitter-Kanal einen weiteren Nutzen: er erhöht die Präsenz im Netz. Denn Google durchsucht die abgesetzten Tweets und indexiert sie. Damit vergrößert sich die eigene Reichweite. Vielen Journalisten dient Twitter auch als schnelles Recherche-Tool. Unternehmen, die echte Innovationen oder Neuentwicklungen möglichst schnell verbreiten wollen, sind also bei Twitter durchaus richtig.

Ist der Dienst ein Muss?

Dazu gibt es eine klar Antwort: in Deutschland nein. Nicht für jeden ist die Benutzung von Twitter sinnvoll. Für die Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen hängt es beispielsweise von der Branche und ihren Absatzmärkten ab, ob eine hohe Aktivität auf Twitter sinnvoll ist. Richtig eingesetzt kann Twitter dort eine wichtige Facette der Öffentlichkeitsarbeit werden. Es bietet sich etwa zum direkten Informations- und Meinungsaustausch oder zur Selbstvermarktung an.

 

(lj und cp)

 

©2017 Medienbüro Müller-Bringmann/ 2. Mai 2017

Schlagworte: Ähnliche Themen finden Sie nach einem Klick.

Das Medienbüro auf Facebook
Carsten Preis

Redakteur – im Medienbüro ist er für das Erstellen sämtlicher Textformen für Print und Online sowie der internen und externen Kommunikation verantwortlich. Weitere Aufgabengebiete: Redaktion und Konzeption von Mitarbeiter- und Verbandszeitschriften, Aufbau und Pflege der Social Media-Kanäle, Konzeption und Organisation von Medienterminen.

02166 6282-40

Top of Page Content