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PR-Tipp 285: Das Erkennen wahrer Worte: Fake News entlarven

Fake News ist spätestens seit den US-Wahlen ein strapazierter Begriff. Immer häufiger muss man sich heute die Frage stellen, ist die Nachricht, die da im Netz kursiert, wahr oder frei erfunden? Erfundene Nachrichten, Fake News, können mittelfristig eine Gefahr für die Medienbranchen darstellen. Sie haben das Potenzial, das Vertrauen in die Medien und die Medienmacher empfindlich zu stören.

 

Wie funktionieren Fake News überhaupt?

Fake News zu erkennen, ist nicht immer leicht. Vor allem wenn sie clever gemacht sind. (Foto: Pixabay)

Fake News sind in den meisten Fällen darauf aus, Erregung zu produzieren: Wut, Trauer, Enttäuschung, Zorn. Sie zielen auf Emotionen ab, vorzugsweise negative Emotionen. Ein Schritt zum Erkennen von Fake News kann also sein, die Geschichte auf ihr Erregungspotenzial zu prüfen.

Woran erkennt man Fake News?

Fake News entsprechen meist Gerüchten. Das sind unbewiesene Feststellungen, die den Menschen bewegen und interessieren sollen, jedoch nicht wahr sein müssen. Wer möglichst sicher gehen will, dass eine Nachricht auch den Tatsachen entspricht, kommt deshalb um eine ordentliche Recherche nicht herum.

  • Quellen vergleichen.Wenn Sie eine Information durchlesen und nicht wissen, ob sie wahr ist, recherchieren Sie weiter im Internet. Denn wahre Informationen findet man nicht nur auf einer Seite. Mögliche Leitfragen sind hier: Wo findet sich die Nachricht noch? Gleicht sich der Inhalt der Geschichte mit jener, die ich zuerst empfangen habe?
  • Fakten checken.In nahezu jeder Geschichte werden Fakten genannt. Ein Weg um Zweifel an einer Geschichte zu beseitigen kann deshalb sein, diese Fakten zu prüfen. Sind Studien oder Organisationen in den Nachrichten genannt? Wenn ja, googlen Sie diese Informationen und schauen Sie, ob es die erwähnten Studien wirklich gibt und was sie aussagen. Gibt es hier Widersprüche, bekommt die Glaubwürdigkeit der Geschichte Risse. Entweder wurde hier schlicht unsauber gearbeitet oder aber man ist möglicherweise einer erfundenen oder verfälschten Geschichte auf der Spur.
  • Fotos prüfen. Genau geprüft werden sollten auch die Fotos, die in der Geschichte verwendet werden. Passen sie zur Story und wurde das Foto schon bei einem anderem Artikel verwendet? Wenn ja, wo und in welchem Zusammenhang? Auch Videos sollten in dieser Weise geprüft werden.

  • Wer ist der Urheber? Nicht zu unterschätzen ist die Frage nach dem Urheber und der Plattform, auf dem die Nachricht veröffentlicht wurde. Auch hier sollte geprüft werden: Ist der Autor bekannt? Was kann man über das Blog, die Internetseite oder die Zeitung herausfinden. Wer betreibt sie? Hat die Seite überhaupt ein Impressum? Dies sind relevante Fragen, die im Zweifelsfall geklärt werden sollten.

Fazit: Recherche wird immer wichtiger

Man sieht, Fake News zu entlarven, gelingt selten mit einem Fingerschnippen. Das gilt besonders, wenn sie gut gemacht sind. Als eine grobe Faustregel könnte dienen: Je größer der Sensationsgehalt und je stärker die Geschichte als „Aufreger“ genutzt werden kann, je kritischer sollte man als Rezipient damit umgehen. Wer es genau wissen will, wird aber um einen gründlichen Faktencheck nicht herumkommen. Und der ist, das sollte klar geworden sein, leider mit Arbeit verbunden.

 

(LJ)

©2017 Medienbüro Müller-Bringmann/18. April 2017

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