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Justitia wacht über das Gesetz ohne Ansehen der Person.

PR-Tipp 281: Bildrechte. Das sollte man wissen.

Nutzungsrechte, Urheberschaft, Einverständniserklärungen: Im Zusammenhang mit Bildrechten gibt es einiges zu beachten. Eine Schlüsselrolle nimmt der Urheber ein, also der Fotograf. Er entscheidet zunächst einmal, was mit seinen Bildern geschieht, wozu sie benutzt werden und wer sie zu welchen Konditionen verwenden darf.

Justitia wacht über das Gesetz ohne Ansehen der Person.

Blind und gerecht: Die mythische Figur Justitia wacht über das Gesetz. Dazu gehören auch die Bildrechte. Foto: Pixabay.

Doch auch für den Fotografen gibt es einige Einschränkungen zu beachten: Dazu gehört unter anderem das so genannte Recht am eigenen Bild. Wenn eine einzelne Person auf dem Bild erkennbar ist, darf es nicht ohne die Zustimmung dieser Person veröffentlicht werden. Anders verhält es sich, wenn eine Menschenmenge nur Beiwerk des Bildes ist, zum Beispiel die Zuschauer bei einem Konzert oder Fußballspiel. In diesem Fall müssen nicht alle Abgebildeten um ihre Zustimmung zur Veröffentlichung gebeten werden.

Fotos sind grundsätzlich urheberrechtlich geschützt. Diese Regel ist unabhängig vom Motiv und gilt auch, wenn zum Beispiel ein Foto des eigenen Essens ins Internet gestellt wird. Das heißt aber nicht, dass Fotografen Narrenfreiheit bei der Wahl ihres Fotomotivs haben. Auch sie müssen einige Regeln beachten.

Vor der Nutzung immer die Rechte prüfen

Eine große Einschränkung betrifft die so genannte Panoramafreiheit. Fotografen dürfen Gebäude, Kunstwerke oder Sehenswürdigkeiten fotografieren und auch eine spätere Veröffentlichung ist unbedenklich. Das gilt aber nur, wenn die fotografierten Motive öffentlich sichtbar sind. Niemand darf sich beispielsweise unbefugt zu einem Privatgrundstück Zutritt verschaffen und dort fotografieren. Auch auf eine Leiter zu steigen, um über eine Mauer hinweg das Grundstück oder Gebäude zu fotografieren, ist verboten.

Selbstverständlich ist auch das Internet kein rechtsfreier Raum. Dort sind zwar sehr viele Fotos frei zugänglich. Das heißt aber noch lange nicht, dass man sie einfach für eigene Zwecke nutzen darf. Auch Bilder aus dem Internet haben einen Urheber, also einen Fotografen oder eine Agentur, die die Nutzungsrechte auf das Foto haben. Ohne die Zustimmung dieses Rechteinhabers ist die Nutzung illegal.

Wer ein Foto verwenden möchte, muss immer eine Nutzungsvereinbarung, also eine Lizenz, mit dem Rechteinhaber abschließen. Einige Portale stellen Bilder zwar kostenfrei zur Verfügung. Trotzdem sollten Fallstricke beachtet werden. Denn meistens gestatten diese Portale nur eine private Nutzung. Für den Unternehmensauftritt im Internet oder gar Marketingprodukte wie Flyer und Broschüren ist eine Nutzung dann nicht gestattet. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, lieber genau zu prüfen, wer der Rechtinhaber ist und für welchen Zweck sein Foto benutzt werden darf.

 

(hil)

 

©2017 Medienbüro Müller-Bringmann/21. Februar 2017

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Katrin Hilger

Redakteurin – Getreu dem Motto des Medienbüros "Wir texten aus Leidenschaft" ist der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Medienbüro das Erstellen von Texten aller Art. Auch die redaktionelle Verantwortung von Mitarbeiter- und Verbandszeitschriften gehört zu ihrem Aufgabengebiet. "Wir sind Journalisten und wissen genau was die Medien wollen, das ist der Vorteil für unsere Kunden", findet Katrin Hilger.

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