Menu

PR-Tipp 278: Fit vor Mikrofon und Kamera

Weniger ist mehr. Dieser Satz gilt auch für Interviews - vor allem im Fernsehen. Die Kunst ist es, seine Botschaft auf den Punkt zu bringen. Da reicht es nicht, von einer Sache überzeugt zu sein. Man muss das, was man sagen will, auch ausdrücken können. Vorteilhaft ist es auch, wenn der Interviewte die Arbeit eines Journalisten kennt. Ein Beitrag beispielsweise in einer Nachrichtensendung hat in etwa die Länge von anderthalb Minuten, selten länger. Am Anfang wird das Thema mit Bildern vorgestellt. Dann kommen die wichtigsten Beteiligten zu Wort. Für einen O-Ton bleiben dann vielleicht 15 Sekunden. Die Botschaft muss also kurz und knackig formuliert werden. Wem das gelingt, hat gute Chancen, dass der Journalist diese Botschaft ungekürzt und unverändert sendet.

Haltung bewahren

Richtig vorbereitet sind auch kritische Interview-Situationen gut zu meistern. (Foto: Fotolia)

Das Mikrofon wird scheinbar drohend empor gestreckt. Die Fragen klingen scharf und der Interviewer lässt nicht locker. In einer solchen Situation kühlen Kopf auch vor laufender Kamera zu bewahren, das ist die Kür. Um nicht zu nervös zu wirken, ist ein fester Halt wichtig. Am besten einen Fuß leicht vor den anderen stellen. Das gibt Sicherheit und man kann weder nach vorn noch nach hinten kippen. Doch wohin mit den Händen? Jedenfalls auf keinen Fall in die Hosentaschen. Da ist es schon besser, beide Händen auf den verlängerten Rücken zu halten. Auf diese Weise steht man aufrechter. Und da die Kamera bei einem Interview meistens nur den Kopf- und Schulterbereich einfängt, sind die Hände gar nicht zu sehen.

Gute Vorbereitung ist das A und O

Die richtige Vorbereitung ist die halbe Miete. Wer fit für ein Interview sein möchte, sollte das beherzigen. Deshalb ist es ratsam, vor dem Gespräch noch einmal alle Details zu checken. Habe ich auf die vermuteten Fragen die passenden Antworten? Kann ich in kurzen und knappen Sätzen antworten ohne ausschweifende Schachtelsätze? Welche Botschaft will ich vermitteln?

Bei den Antworten ist es ratsam, überflüssige Füllwörter weg zu lassen. Dazu gehören zum Beispiel Floskeln, Adjektive und doppelte Verneinungen. Auch leere Phrasen wie „man darf das nicht verallgemeinern“ sollten auf die Streichliste. Überhaupt empfiehlt es sich, mehr Hauptsätze als Nebensätze und mehr einsilbige Worte als mehrsilbige zu benutzen. Dadurch können die Zuhörer die Botschaft besser aufnehmen und sich einprägen. Die Zuhörer sollten immer im Hinterkopf des Interviewten bleiben. Denn an sie richtet sich in erster Linie die Botschaft.

 

(hil)

 

©2017 Medienbüro Müller-Bringmann/31.01.2017

Schlagworte: Ähnliche Themen finden Sie nach einem Klick.

Katrin Hilger

Redakteurin – Getreu dem Motto des Medienbüros "Wir texten aus Leidenschaft" ist der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Medienbüro das Erstellen von Texten aller Art. Auch die redaktionelle Verantwortung von Mitarbeiter- und Verbandszeitschriften gehört zu ihrem Aufgabengebiet. "Wir sind Journalisten und wissen genau was die Medien wollen, das ist der Vorteil für unsere Kunden", findet Katrin Hilger.

02166 6282-21

Das Medienbüro auf Facebook
Top of Page Content
powered by webEdition CMS