Menu

PR-Tipp 271: VideoPR: Geschichten richtig erzählen

Von Bewegtbild spricht im Moment nahezu jeder. Schließlich haben Botschaften, die man per Video kommuniziert, für Unternehmen, Institutionen, Verbände und Vereine viele Vorteile. Also Handy gegriffen und drauf los gefilmt? Das ist dann schließlich total authentisch. Wohl kaum! Denn wie viel Know-How hinter einem Image-Video im TV-Format steckt, wissen die Wenigsten. Wildes Herumfilmen erzählt alles Mögliche. Gute Videos erzählen von vorne bis hinten eine stringente Geschichte.

Ein wenig Inszenierung

Ein gutes Video braucht eine gute Geschichte. Foto: Pixabay.

Wer ein gutes Video in bewegten und bewegenden Bildern drehen will, braucht dazu immer eine Geschichte. Das kann ein kleiner Aufhänger sein, wie ein Papierflieger, der Menschen quasi im Vorbeifliegen miteinander verbindet, das kann ein Protagonist sein, der voll Feuereifer von seiner Motivation und seinem Antrieb erzählt. Doch viele Filmnovizen unterschätzen die Arbeit, die im Vorfeld eines Drehs absolviert werden muss. Dabei geht es nicht allein um die Terminabstimmung mit Interviewpartnern.

Mindestens genauso wichtig ist die Recherche, an welchen Orten und in welchen Räumen gedreht werden soll. Dazu gehört auch immer ein gewisses Maß an Inszenierung. Denn jedes Detail im Bild wird vom Betrachter aufgenommen und sollte, wenn es nicht stimmig ist, entfernt werden. Müssen die Papiere auf dem Schreibtisch wirklich so ungeordnet liegen? Ist es generell eine gute Idee den Firmengründer hinter dem schweren Schreibtisch aus dunklem Holz über seinen Werdegang erzählen zu lassen? Oder hört ihm der Betrachter dort gar nicht richtig zu, weil er ihm wie hinter einer Trutzburg versteckt vorkommt?

Weniger ist mehr

Jedes Bilddetail sollte vor dem Dreh geprüft werden. Im schlechtesten Fall kann es die Aussagen des Videos konterkarieren, zumindest aber von der intendierten Botschaft ablenken. Deshalb ist gerade der Blick für die Details wesentlich in der Bildsprache eines gut gemachten Image-Videos. Passt es mit der Aussage des Films zusammen? Verstöre ich womöglich mit der Umgebung meine Zielgruppe? Weniger ist hier oft mehr.

Authentizität gegen Erwartungshaltung

Eine wesentliche Frage ist konzeptioneller Natur. Bei aller Liebe zur Authentizität: Wie viel verträgt der Betrachter davon? Denn die Sehgewohnheiten sind mittlerweile seit Jahrzehnten von der Ästhetik des Werbefilms geprägt. Schöne Menschen werden inszeniert, ohne dass wir davon noch Notiz nehmen. Profanes Beispiel: Will ich bei einem Video über duftende Brötchen sehen, wie die Krümel auf dem Tisch landen oder will ich nah am Duft und Geschmack sein? Zu viel Authentizität kann verstörend wirken.

Das heißt jedoch nicht, dass jedes Video sich der Werbefilm-Ästhetik anbiedern muss. Ein gutes PR-Video im TV-Format sollte dezent inszenieren, damit nichts von der Geschichte ablenkt. Wenn diese dann eine authentische Geschichte über ihre Protagonisten erzählt, bewegen Bewegtbilder.

 

(cp)

 

©2016 Medienbüro Müller-Bringmann/01.11.2016

Carsten Preis

Redakteur – im Medienbüro ist er für das Erstellen sämtlicher Textformen für Print und Online sowie der internen und externen Kommunikation verantwortlich. Weitere Aufgabengebiete: Redaktion und Konzeption von Mitarbeiter- und Verbandszeitschriften, Aufbau und Pflege der Social Media-Kanäle, Konzeption und Organisation von Medienterminen.

02166 6282-40

Das Medienbüro auf Facebook
Top of Page Content