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PR-Tipp 268: Schreiben für das Internet

Das Internet ist schnell. Das gilt auch für die Nutzer: Ein Klick und schon wird die nächste Seite mit den nächsten Informationen aufgerufen. Doch wie halte ich die Nutzer auf meiner Seite? Die Antwort: So schreiben, dass der Leser in kurzer Zeit möglichst viel erfasst.

Das Schreiben für das Internet folgt anderen Regeln als für Print. Foto: Pixabay.

Das beginnt schon bei der Überschrift. Die Internet-Nutzer lesen einen Text selten von vorne bis hinten. In der Regel wird der Text nach den gesuchten Informationen gescannt. Das bedeutet, die Überschrift muss so formuliert sein, dass auf einen Blick klar zu erkennen ist, worum es im Text geht. Damit erfreut man übrigens nicht nur die Leser, sondern auch die Suchmaschinen. Unser Tipp für Überschriften: Finger weg von Wortspielen. Diese sind zum einen oft abgegriffen, zum anderen werden sie nicht von jedem verstanden. Auch lange Wörter von mehr als 15 Buchstaben, negative Formulierungen und Konjunktive gehören nicht in die Überschrift.

Zwischenüberschriften sorgen für Struktur

Um dem Internetnutzer das Lesen zu erleichtern, sollten die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten hervorgehoben werden. Dies kann durch fetten, freistellen, Kästen und Zwischenüberschriften geschehen. Dank solcher Darstellungen können Inhalte schneller erfasst werden. Zwischenüberschriften führen den Leser zudem besser durch den Text und geben ihm einen Grund weiterzulesen. Doch wie schreibt man denn nun fürs Internet? Eigentlich ähnlich wie außerhalb des Netzes: Die Texte sollten möglichst kurz und interessant sein. Also bitte keine Füllwörter, die den Text unnötig aufblähen. Verzichtbar sind beispielsweise Hilfsverben, wie „können“, „dürfen“ oder „brauchen“.

Das Wichtigste gehört an den Anfang

Im Krimi erhöht es die Spannung und Lesefreude, wenn erst auf den letzten Seiten der Täter präsentiert wird. Den Leser von Internettexten vergrault man dagegen auf diese Weise schnell. Deshalb sollte möglichst schon am Anfang des Textes klar sein, worum es geht und worauf man hinaus will. Am besten man beginnt schon am Satzanfang mit dem Wichtigsten. Die Sätze sollten möglichst kurz und klar gegliedert sein. Der Punkt ist im Internet der König unter den Satzzeichen. Fachjargon sollte zugunsten der Verständlichkeit möglichst vermieden werden.

Synonyme eigenen sich nicht fürs Internet

Und noch ein Tipp: Die bei Journalisten und Lehrern so beliebten Synonyme, sollten im Internet gar nicht oder sehr reduziert eingesetzt werden. Journalisten sind häufig sehr kreativ, wenn es darum geht, einen Begriff nicht zu wiederholen. Düsseldorf wird dann die Landeshauptstadt oder die Rheinmetropole. Flüchtige Internetleser können die Synonyme aber oft nicht richtig zuordnen und müssen den Text erneut lesen. Das ist lästig und zeitaufwendig. Doch auch für den Verfasser ist die schlichte Wiederholung von Begriffen von Vorteil: Durch die Verwendung von solchen wiederkehrenden Keywords erhöht sich die Reichweite. Denn niemand googelt nach dem Synonym, sondern immer nach der gängigen Bezeichnung. Wenn man also im nächsten Satz den gleichen Begriff erneut verwenden möchte, sollte man das einfach so machen.

 

 

(hil)

 

©2016 Medienbüro Müller-Bringmann/11. Oktober 2016

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Katrin Hilger

Redakteurin – Getreu dem Motto des Medienbüros "Wir texten aus Leidenschaft" ist der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Medienbüro das Erstellen von Texten aller Art. Auch die redaktionelle Verantwortung von Mitarbeiter- und Verbandszeitschriften gehört zu ihrem Aufgabengebiet. "Wir sind Journalisten und wissen genau was die Medien wollen, das ist der Vorteil für unsere Kunden", findet Katrin Hilger.

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