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PR-Tipp 262: Blogger-Relations, lohnt sich das für Unternehmen?

So mancher professionelle Blogger hat im Netz inzwischen Reichweiten aufgebaut, die mit kleinen Medienhäusern konkurrieren können. Das macht ihre Seiten als Verbreitungskanäle für Unternehmen und Agenturen attraktiv. Also: auf die Blogger, fertig, los? Mitnichten! Wann die sogenannten Blogger-Relations wichtig sein können, wann nicht und warum um den Umgang mit Bloggern viel zu viel „Wind“ gemacht wird, erklären wir in unserem PR-Tipp #262.

Gute Blogs haben großes Potenzial

Die Kooperation mit Bloggern hat große Potenziale. Doch nicht für jedes Unternehmen, sind Blogger-Relations der richtige Weg. (Foto:Pixabay)

Im Idealfall glänzen Blogs mit Fachwissen, durch eine besondere Nähe zum Nutzer oder durch die Blogger-Persönlichkeit die zwischen den Zeilen, in Videos und Podcasts durchschimmert. Egal was es ist, gut gemachte Blogs bieten den Nutzern immer einen Mehrwert und Anreize, wiederzukommen. Sie gelten in der Wahrnehmung der Rezipienten als besonders authentisch und transparent.

Unternehmen und Agenturen, die die mediale Resonanz ihrer Inhalte steigern wollen, sollten also auch Blogs und deren Blogger als Adressaten ihrer PR-Bemühungen einschließen. Sie können klassische Medien wie Print, Radio oder Fernsehen nicht ersetzen, haben aber das Potenzial, eine wichtige Facette der PR-Arbeit zu sein.

Drum prüfe, wer sich einmal bindet

Vor der Kontaktaufnahme steht aber – wie immer – eine gründliche Prüfung. Ist das Blog thematisch überhaupt für mein Unternehmen relevant? Trifft es also meine Zielgruppe? Wie hoch ist die Reichweite tatsächlich? Mit welchen Themen will ich auf den Blogger zugehen? Habe ich damit Chancen, auf eine Veröffentlichung auf seiner Seite oder stoße ich auf Desinteresse?

Natürlich ist es unabdingbar, sich mit den Inhalten des Blogs auseinanderzusetzen. Auch eine Recherche in den Sozialen Medien über den Autor sollte nicht fehlen. Es ist augenfällig, dass die Vorarbeit aufwändig sein kann. Zu prüfen ist für Agenturen und Unternehmen also immer, ob dieser Aufwand den gewünschten Gegenwert liefert oder liefern kann.

Ansprechen mit gesundem Menschenverstand

Warum sorgte und sorgt manchmal immer noch der Umgang mit Bloggern für Probleme? Agenturen sind den Umgang mit Journalisten gewohnt. Diese arbeiten nach bestimmten Regeln und innerhalb bestimmter Medienhäuser. Der Umgang ist genormter. Blogger sind in ihren Entscheidungen freier, können sich Ihre Geschichten noch weitreichender aussuchen. Auch die Herangehensweise und das eigene Berufsverständnis unterscheiden sich bei Bloggern wesentlich stärker. Wer aber Blogs als eigene, individuelle Medienplattform sieht und den Blogger schlicht als Medienschaffenden auf der Suche nach einer guten Geschichte, hat schon einiges richtig gemacht.

Warum hörte man immer wieder von Irritationen bei der Kontaktaufnahme zwischen Agenturen und Bloggern? Ein Knackpunkt ist hier das Thema Geld. Denn es ist oft heikel, ein Thema oder Beiträge gegen Bezahlung auf einem Blog platzieren zu wollen. Blogger, die sich selbst als völlig freie Autoren wahrnehmen, sehen das als einen Versuch an, ihre Integrität gegenüber ihren Lesern zu kaufen. Entsprechend ablehnend können die Reaktionen sein. Viele professionelle Blogger legen ihrer Arbeit einen Codex zugrunde. Google wirft beispielsweise unter dem Suchbegriffepaar „Blogger Codex“ einige Informationen aus.

 

Müller-Bringmann hat auch einen Kodex

Das Medienbüro Müller-Bringmann lehnt es ab, Bloggern Aufträge gegen Bezahlung anzubieten. Das hat mehrere Gründe. Wie bereits oben erwähnt, kann ein solches Angebot zu großen Irritationen führen. Andererseits können offensichtlich gekaufte Inhalte die Reputation des Blogs schädigen. Damit wäre weder dem Blogger, noch uns oder unseren Kunden geholfen. Das Medienbüro setzt deshalb auch im Umgang mit Bloggern auf eine gute Recherche und eine sinnvolle Aufbereitung der Geschichten, um möglichst großes Interesse zu schüren. Wer aus Eigeninteresse über eine Geschichte schreibt, dem merkt man es auch an. So lassen sich Irritationen vermeiden und beide Seiten haben im Idealfall eine Win-Win-Situation.

(cp)

 

©2016 Medienbüro Müller-Bringmann/6. August 2016

Carsten Preis

Redakteur – im Medienbüro ist er für das Erstellen sämtlicher Textformen für Print und Online sowie der internen und externen Kommunikation verantwortlich. Weitere Aufgabengebiete: Redaktion und Konzeption von Mitarbeiter- und Verbandszeitschriften, Aufbau und Pflege der Social Media-Kanäle, Konzeption und Organisation von Medienterminen.

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