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PR-Tipp 257: Journalisten-Akkreditierung: von einfach bis kompliziert

Von „Akkreditierung“ spricht man im Journalismus, wenn es um die Zulassung von Medienvertretern zu bestimmten Veranstaltungen geht. Die Spanne reicht von der einfachen Erteilung einer Presse-Eintrittskarte ohne vorherige Anmeldung bis hin zur detaillierten Absprache, wann welcher Journalist welchen Teil einer Veranstaltung auf welche Art begleiten darf.

Akkreditierungsfrist vor Veranstaltung

Anwesenheitslisten, Ausweise, Sicherheitsprüfung: Vor allem bei Großveranstaltungen kann das Akkreditierungsverfahren aufwändig werden. (Foto: Medienbüro Müller-Bringmann)

Erst mit einer Akkreditierung ist auf vielen Veranstaltungen die kommerzielle Nutzung von Bildern erlaubt, zudem berechtigt eine Akkreditierung oft zum Betreten von für VIP oder Fotografen reservierten Zonen. Vor der Veranstaltung gibt es oft eine sogenannte Akkreditierungsfrist. Das ist der Zeitpunkt, bis zu dem alle Anmeldungen (zum Beispiel für eine Preisverleihung) eingegangen sein müssen. Meist ist die Akkreditierung mit der Ausgabe spezieller Ausweise an die Medienvertreter verbunden. Dabei herrscht oft Tragepflicht.

Nachweis journalistischer Tätigkeit

Die Grundlage der Akkreditierung bildet der Nachweis, dass der Medienvertreter tatsächlich Journalist ist. In der Regel ist für die Akkreditierung die Vorlage eines Presseausweises nötig. In manchen Fällen reicht auch eine Bestätigung der Redaktion, das der entsprechenden Mitarbeiter für sie tätig ist. Da die Akkreditierungsgrundlagen vom Veranstalter festgelegt werden, gibt es keine einheitliche Regelung.

Zusätzliche Sicherheitsüberprüfung

Meistens gilt, je größer die Veranstaltung beziehungsweise je bedeutender die Teilnehmer sind, desto aufwendiger ist das Akkreditierungsverfahren: Inzwischen wird bei vielen politischen und sportlichen Großveranstaltungen die vorab erteilte Zustimmung des Antragstellers zu einer Sicherheitsüberprüfung als Voraussetzung für die Zulassung und damit für die Berichterstattung verlangt. So war kürzlich beim Besuch Ihrer Majestät Silvia von Schweden zur Verleihung des Benediktpreises in Mönchengladbach für die Journalisten-Akkreditierung neben der Vorlage des Presseausweises auch die Vorlage des Personalausweises erforderlich. Dies diente unter anderem der Sicherheit des königlichen Gastes.

Wer mit einer Sicherheitsüberprüfung nicht einverstanden ist, muss nicht vom Veranstalter akkreditiert werden – also auch ohne einen anderen potenziellen Ablehnungsgrund. Die Berufsverbände fordern allerdings, dass Journalisten grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf Akkreditierung bei politischen oder sportlichen Großveranstaltungen haben. Sogenannte Zuverlässigkeitsprüfungen sollten nur in Einzelfällen durchgeführt werden und müssen dem Transparenzgebot entsprechen.

(hil)

 

©2016 Medienbüro Müller-Bringmann/ 26. Juli 2016

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Katrin Hilger

Redakteurin – Getreu dem Motto des Medienbüros "Wir texten aus Leidenschaft" ist der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Medienbüro das Erstellen von Texten aller Art. Auch die redaktionelle Verantwortung von Mitarbeiter- und Verbandszeitschriften gehört zu ihrem Aufgabengebiet. "Wir sind Journalisten und wissen genau was die Medien wollen, das ist der Vorteil für unsere Kunden", findet Katrin Hilger.

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