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Schnell passiert: Das Bild passt nicht zum Text

PR-Tipp 253: Text und Bild im Clinch: Wie man die Text-Bild-Schere umgeht

Ob bei Social Media oder der eigenen Homepage – Fotos und Bilder sind ein wichtiges Instrument, um die Wirksamkeit von Kommunikation zu steigern oder sogar ihre Aussagekraft zu erweitern. So sehr ein gelungenes Zusammenspiel von Wort und Bild dem Kommunikationsziel dienen kann, so sehr können misslungene Kompositionen – wie bei der Bebilderung dieses PR-Tipps – zum Störfeuer ihrer Kommunikation werden; ja sie sogar komplett torpedieren. Willkommen im Reich der Text-Bild-Schere.

Schnell passiert: Das Bild passt nicht zum Text

Hundebabys: Helfen der Aussage des PR-Tipps in keiner Weise. Oder haben Sie etwa nur auf den Beitrag geklickt, weil sie die Kleinen so niedlich fanden? (Foto: Pixabay)

Da hat man Zeit und Mühe in die Recherche und Formulierung eines Beitrages gesteckt und dann fehlt das passende Bild. Wem das bekannt vorkommt, ist sicherlich auch schon einmal Gefahr gelaufen, in die Text-Bild-Schere zu geraten. Denn das Zusammenspiel von Text und Bild will wohl überlegt sein. „Mal eben schnell, schnell“ ist gerade hier nicht hilfreich.

Die Konsequenzen der Text-Bild-Schere

Stehen etwa Text und Bild im Widerspruch zueinander, gibt man dem Leser Rätsel auf. Schenkt er eher der Bildaussage Glauben oder dem ihr widerstreitenden Inhalt des Textes? Im Zweifel, so lehrt uns die Wahrnehmungspsychologie, entscheidet er sich für das Bild. Im besten Fall erreicht ihn deshalb nur ein (Bruch-)Teil der ursprünglich intendierten Botschaft. Im schlimmsten Fall wird sie gar entstellt.

Der Leser hat das Recht auf Faulheit

Warum sollte sich der Leser selbst die Mühe machen und recherchieren, um widersprüchliche Botschaften wieder in Einklang zu bringen? Wer seine Leser frustriert, verliert sie. Denn das Verlassen einer Website ist meist nur einen Klick entfernt! Zudem gilt: Wer seinen Content nicht sinnvoll zusammenstellt, dessen Glaubwürdigkeit wird in Mitleidenschaft gezogen – und Ihre Glaubwürdigkeit ist im umkämpften Markt um die Aufmerksamkeit des Lesers Ihre härteste Währung. Ja, der Beitrag kann sogar unfreiwillig komisch wirken. All das ist ihren intendierten Botschaften nicht zuträglich.

Ein paar Grundregeln können helfen

Wie lässt sich die Schere zwischen Text und Bild verhindern? Dafür gibt es ein paar einfache Regeln:

  • Kommunikationsziel. Fotowahl. Text. Wer diese Reihenfolge einhält, läuft wesentlich seltener Gefahr, den Leser ungewollt zu verwirren. Auf diese Weise lässt sich der Text zudem ganz gezielt auf den Fotoinhalt anpassen. Im Nachhinein ein so genau treffendes Foto zum Beitrag zu finden, ist wesentlich aufwändiger.
  • Vier Augen sehen mehr als zwei. Das ist keine neue Erkenntnis, gültig ist sie dennoch. Genau wie ein Kollege nach dem Verfassen eines Textes noch einmal kontrollieren sollte, sollte auch die Zusammenstellung von Text und Bild von einem Zweiten geprüft werden. Das mindert die Wahrscheinlichkeit von Fehlern.
  • Lassen Sie sich nicht von makellosen Hochglanz-Fotos blenden! Geht es in ihrem Beitrag etwa um seniorengerechte Automobile, helfen Ihnen blutjunge Models in glitzernden Karossen wenig –auch wenn sie wunderbar aussehen. Das Zusammenspiel von Text und Bild ist wichtiger als die reine ästhetische Komponente der Fotografie.

 

Tipp:

Die Text-Bild-Schere lässt sich auch gezielt einsetzen. Etwa um Aufmerksamkeit zu erregen. Doch man sollte die oben genannten Regeln kennen, um sie gezielt und gewinnbringend zu brechen.

 

 (cp)

©2016 Medienbüro Müller-Bringmann/28. Juni 2016

 

Carsten Preis

Redakteur – im Medienbüro ist er für das Erstellen sämtlicher Textformen für Print und Online sowie der internen und externen Kommunikation verantwortlich. Weitere Aufgabengebiete: Redaktion und Konzeption von Mitarbeiter- und Verbandszeitschriften, Aufbau und Pflege der Social Media-Kanäle, Konzeption und Organisation von Medienterminen.

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