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PR-Tipp 250: Was ist eine Sperrfrist und was ist zu beachten

Eine zeitliche Veröffentlichungssperre für Nachrichten und Informationen, also auch für Pressemitteilungen, heißt Sperrfrist. Sie wird eingesetzt, um Medien vorab Informationen zur Verfügung zu stellen, um so eine darauf folgende, fundierte Berichterstattung zu ermöglichen. 

Die Sperrfrist verhindert eine vorzeitige Veröffentlichung. Foto: Pixabay

Zugleich soll aber durch den Sperrfrist-Vermerk eine vorzeitige Veröffentlichung verhindert werden. Zum Beispiel werden Redemanuskripte oft vor der entsprechenden Veranstaltung an die Medien verteilt. Sie werden dann mit den Vermerken „Sperrfrist: Redebeginn“ und „Es gilt das gesprochene Wort“ versehen. Ein weiterer Grund für eine Sperrfrist: Ein Unternehmen möchte wichtige Beschlüsse oder Kennzahlen schnellstmöglich an die Medien weitergeben, allerdings steht noch eine formale Abstimmung aus. Um die richtige Reihenfolge, nämlich erst die Abstimmung durch die Gremien und dann die Meldung an die Medien einzuhalten, empfiehlt sich auch hier der Sperrfrist-Vermerk.

Sperrfist-Vermerk deutlich hervorheben

Dieser Vermerk muss auf der Pressemitteilung gut sichtbar sein: Am besten man wählt eine etwas größere Schrift und macht den Hinweis fett oder setzt ihn in einen Kasten. Zum Vermerk Sperrfrist gehört natürlich auch das Datum und die Uhrzeit, ab wann die Meldung veröffentlicht werden kann. Bei mehrseitigen Texten, sollte der Hinweis auf jeder Seite wiederholt werden.

Das Mittel Sperrfrist sollte aber wirkliche nur in besonderen Fällen eingesetzt werden. Und die Gründe sollten für die Journalisten klar nachvollziehbar sein. Eine Sperrfrist eignet sich keinesfalls, um einer Pressemitteilung eine wichtige Note zu verleihen.

Kein Rechtsanspruch bei Nichtanhalten der Sperrfrist

In der Regel halten sich die Medien daran, Nachrichten und Informationen, die mit einer Sperrfrist gekennzeichnet sind, nicht vor der gesetzten Frist zu veröffentlichen. Es ist eine Vereinbarung zwischen Informant und Journalisten, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht. Ein Bruch der Sperrfrist gilt daher eher als Vertrauensbruch, rechtlich ist er ohne Belang. Redaktionen, die Sperrfristen missachten, können aber damit rechnen, künftig keine Vorabinformationen mehr zu erhalten.

(hil)

©2016 Medienbüro Müller-Bringmann/ 7. Juni 2016

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