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#138: Sprachcodes.

Es gibt Berufe, die haben eigene Sprachcodes: Ausdrücke und Sprachregelungen, die nur in diesen Kreisen verstanden werden. Für Journalisten gilt das ganz besonders. Ein Beispiel sind die Formeln „unter eins“, „unter zwei“, „unter drei“. Sie erklären, wie Journalisten Informationen verwerten dürfen. Gebraucht werden die Sprachcodes vor allem bei der Kommunikation zwischen Journalisten und Gesprächspartnern aus Politik, Justiz oder Wirtschaft.

 

Sprachcodes gibt es im Journalismus viele. Foto: Alois Müller.

„Unter eins“ ist ganz unbedenklich. Diese Information darf bei direkter Nennung des Urhebers, also des Zitatgebers, wörtlich wiedergegeben werden. Einschränkungen unterliegt die Formel „unter zwei“. Der Urheber der Information darf nicht direkt zitiert werden. Allerdings darf das Umfeld der Quelle genannt werden. Das geschieht zum Beispiel in Form von: „Wie aus Kreisen der SPD zu erfahren war…“ Nicht öffentlich verwertet werden darf die Information, wenn es heißt: „unter drei“. Dann sollte der Journalist sie für sich behalten. Die Information kann aber Anlass für weitere Recherchen sein. Bei den „unter eins, zwei, drei“-Sprachformeln handelt es sich um ungeschriebene Gesetze der Branche. Ein Recht auf Durchsetzung gibt es nicht. Journalisten sind aber gut beraten, sich daran zu halten. Ansonsten würden sie Vertrauen verlieren und bald keine Hintergrundinformationen mehr erhalten.

 

(dh)

 

©2014 Medienbüro Müller-Bringmann/8. April 2014

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