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12.04.2019 | Auszeichnung für den Initiator der Stolpersteine

Benediktpreis 2020 geht an Künstler Gunter Demnig

Mönchengladbach – Der Künstler und Initiator der Stolpersteine, Gunter Demnig, erhält im kommenden Jahr den Benediktpreis von Mönchengladbach. Der Festakt findet im Frühjahr 2020 im Haus Erholung in Mönchengladbach statt. 2018 war die Journalistin Dunja Hayali Preisträgerin.

Das Kuratorium des Benediktpreises von Mönchengladbach entschied sich für den 71-jährigen Gunter Demnig, weil er mit seinem Projekt Stolpersteine ein groß angelegtes, zugleich aber auch diskret und ortsspezifisch verwirklichtes Mahn- und Denkmal ins Leben gerufen hat. Das teilte der Vorsitzende des Vereins „Benediktpreis von Mönchengladbach“, Helmut Linnenbrink, mit. „Mit jedem Stein sendet Gunter Demnig nachhaltig die christliche, abendländische Botschaft von Menschenwürde, von gegenseitiger Wertschätzung und Toleranz sowie von Gewaltlosigkeit aus – und zugleich diejenige von einem „Wehret-den-Anfängen“ angesichts eigentlich überwunden geglaubter Entwicklungen. Sein Wirken ist vorbildlich für uns alle“, heißt es in der Begründung des Kuratoriums.

Seit Anfang der 1990er Jahre hat Gunter Demnig, der inzwischen in Hessen lebt, etwa 70.000 Steine in 1.265 deutschen Gemeinden sowie in 21 europäischen Ländern gesetzt. Die Stolpersteine tragen auf der Oberseite eine Messingtafel. Darauf stehen die Namen der dort ehemals lebenden jüdischen wie auch anderen Mitbürgern, die Opfer der NS-Willkür geworden sind. Damit ist die Aufforderung zum Nicht-Vergessen und zu stets wachem, verantwortungsvollem Handeln verbunden. Sie richten sich an alle Generationen, aber immer mehr an diejenigen, die die NS-Zeit nicht selbst erlebt haben.

Der Benediktpreis von Mönchengladbach

Der Benediktpreis von Mönchengladbach wird seit 1968 im zweijährigen Rhythmus vergeben, seit 2013 in modifizierter Form. Es werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, deren wertorientiertes Handeln vor dem Hintergrund der christlich-abendländischen Erfahrungen in besonderer Weise herausragt. Dies drückt sich in grundlegenden Arbeiten und/oder Taten in Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur aus, die beispielhaft für die Zukunft sind. Helmut Linnenbrink sieht mit der diesjährigen Wahl des Preisträgers Gunter Demnig die Einschätzung bestätigt, dass der „Benediktpreis von Mönchengladbach“ neben dem Aachener Karlspreis und dem Preis des Westfälischen Friedens der dritte Preis in Nordrhein-Westfalen mit landesweiter Ausstrahlung und überregionaler Bedeutung ist.

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