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17.02.2019 | Großeinsatz am Samstagnachmittag

Brandschutzübung im Echtbetrieb am AKH Viersen

Patienten waren beim Frühstück informiert worden / Krankenhausbetrieb lief normal weiter
Viersen – Feuerwehreinsatz im Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH) am Samstagnachmittag. Rauch dringt aus einem Patientenzimmer im 1. Obergeschoss. Die Brandmeldeanlage des Krankenhauses schlägt Alarm, die Lage scheint ernst zu sein - auch für die alarmierten Einheiten der Feuerwehr Viersen, die mit Kräften der Hauptwache und dem kompletten Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Viersen an den Hoserkirchweg anrückte. Doch was täuschend echt für die Schaulustigen aussieht, ist nur eine nicht angekündigte Übung des Krankenhauses und der Feuerwehr.

"Bei Feueralarm müssen auch die internen Alarmierungen funktionieren, es gibt genaue Anweisungen für unser Personal“, so Geschäftsführer Dr. Thomas Axer.  „Der vorbeugende Brandschutz hat einen hohen Stellenwert im AKH Viersen“, ergänzt Geschäftsführer Kim-Holger Kreft. „Wir pflegen einen guten und  regelmäßigen Austausch mit der Feuerwehr Viersen - daher haben wir uns die Chance nicht entgehen lassen, den Ernstfall zu proben - als Test für alle Beteiligten.“  Die rundum erneuerte Station 1B ist noch nicht eröffnet und dient als Übungsraum. Die Station soll demnächst von der Mutter-Kind-Klinik bezogen werden. Acht Mitarbeiter des Krankenhauses mimen die Patienten, eine Rauchmaschine sorgt für ein realistisches Szenario.

Bei einer Meldung über die Brandmeldeanlage ist der Ablauf zunächst immer gleich. Der Einsatzleiter informiert sich an der Brandmeldezentrale des Krankenhauses, wo genau der Alarm ausgelöst wurde und lokalisiert mit dort hinterlegten Lageplänen, wo der Brandort ist. Danach gibt er Anweisungen an die Zugführer. So wird die Drehleiter in Stellung gebracht und ein Trupp – ausgerüstet mit Pressluftatmern - gelangt so von außen ins Patientenzimmer. Viersens Feuerwehrchef Frank Kersbaum, der mit anderen Beamten des Führungsdienstes die Übung kritisch beobachtet: „Menschenrettung geht immer vor Brandbekämpfung.“  

Natürlich konnten bei der Übung die Zimmer nicht mit Löschwasser „geflutet“ werden, dennoch werden die so genannten Trockenleitungen des Neubaus getestet. Diese sind fest installiert und werden nur von der Feuerwehr im Brandfalle mit Löschwasser gefüllt.  

Nach gut einer Stunde ist Übungsende. Eingesetzt sind insgesamt 50 Feuerwehrfrauen und –männer. Alle vier Löschgruppen des Löschzuges Viersen: Stadtmitte, Rahser, Helenabrunn und Hoser. Kersbaum: „Die Abläufe sind vom AKH und von uns protokolliert worden und werden nun ausgewertet. Auf dem ersten Blick ist alles gut gelaufen. Ich bin zufrieden.“ Für Schaulustige und Patienten ist die Übung ein Spektakel. Die Patienten selbst sind mit dem Frühstück über die Übung informiert worden. Der normale Betrieb des Krankenhauses wurde nicht gestört. Für die Feuerwehrleute gibt es zum Schluss noch eine Stärkung: Bockwürste aus der AKH-Küche.

Über das AKH Viersen:

Das Allgemeine Krankenhaus Viersen ist mit 315 Planbetten ausgestattet und behandelt jährlich rund 18.000 Patienten stationär sowie nahezu 30.000 Patienten ambulant. Mit seinen elf Fachabteilungen leistet es einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Versorgung im Kreis Viersen und darüber hinaus. Mit etwa 900 Mitarbeitern zählt das AKH zu den größten Arbeitgebern in Viersen.

www.akh-viersen.de

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