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Bernd Pastors, Vorstandssprecher des Medikamentenhilfswerks action medeor, ist Gast bei "Mönchengladbacher Gesichter".
12.09.2018 | Talk „Mönchengladbacher Gesichter“ mit Bernd Pastors

„Die Menschen brauchen eine Perspektive“

Mönchengladbach – Unterhaltsam, informativ und sehr persönlich war der Talkabend „Mönchengladbacher Gesichter“ mit Bernd Pastors im St. Kamillus Kolumbarium in Mönchengladbach. Der Vorstandssprecher von Europas größtem Medikamentenhilfswerk action medeor sprach über den Schutz der Zivilgesellschaft, den Kampf von Hilfsorganisationen um Aufmerksamkeit und tropische Nächte in Tönisvorst.

[Zum Mittschnitt des Talks auf Podcast-Macher.de]

 „Wenn Donald Trump einen Tweet loslässt, schaut jeder darauf“, sagte der Mönchengladbacher. „Wir Hilfsorganisationen kommen mit unseren Themen jedoch schwerer zu den Leuten durch.“ Deshalb gehe es darum, kontinuierlich seine Geschichten zu erzählen – und davon gebe es viele. Etwa die logistisch schwierigen Medikamentenlieferungen in den Südsudan, ins syrische Idlib, in den Kongo und Jemen.

Lagerung der Medikamente hat Tücken

An seinem Sitz bevorratet das Medikamentenhilfswerk in einer rund 4.000 Quadratmeter großen Halle zwischen 140 und 170 Tonnen lebenswichtige Medikamente und arbeitet dabei weltweit mit Partnern zusammen. Auf Herausforderungen trifft action medeor jedoch nicht nur in der Ferne. Weil in Deutschland Medikamente nur bei Temperaturen bis 25 Grad gelagert werden dürfen, musste man wegen der vielen tropischen Nächte in diesem Sommer kreativ werden. Eine Erweiterung der Umluftanlage und die Berieselung des Dachs mit Wasser waren schließlich nötig, um das Ziel zu erreichen.

Soziales Engagement stärken

Herausforderungen sieht der sozial vielfach engagierte Pastors auch auf gesellschaftlicher Ebene. Das Engagement in Vereinen oder Nichtregierungsorganisationen sei in Deutschland rückläufig. „Die Zivilgesellschaft ist aber der Kitt, der unsere Gemeinschaft zusammenhält“, betonte er. Das gesellschaftliche Klima habe sich verändert. Wer sich für Benachteiligte einsetze und für sie die Stimme erhebe, gerate schnell unter Beschuss. Dagegen müsse man sich wehren.

Menschen in Afrika brauchen Infrastruktur

Damit die Flüchtlingsbewegungen in Afrika geringer würden, müsse etwas gegen die Armut getan werden. Es brauche Projekte für Infrastruktur und Bildung. „Die Menschen dort benötigen eine Perspektive, zu bleiben“, so Pastors weiter. Keiner verlasse sein Land ohne Not.

Das Gespräch im Kolumbarium traf auf reges Interesse der Besucher, die viele Nachfragen stellten.

Das St. Kamillus Kolumbarium

Ursprünglich war das St. Kamillus Kolumbarium an der Kamillianerstraße 40 eine Krankenhauskirche. Die Kirche wurde von dem Orden der Kamillianer in den Jahren 1929 bis 1931 nach den Plänen des bedeutenden Kirchenbaumeisters Dominikus Böhm errichtet. Nach der Profanierung im Sommer 2014 wurde die Kirche in Abstimmung mit den zuständigen Denkmalbehörden saniert und zu einem Kolumbarium umgebaut und erweitert. Ein Kolumbarium ist eine Grabeskirche, die der Aufbewahrung von Urnen dient.

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Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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