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Internationalisierung des Teams der Grünen Damen am AKH Viersen
08.06.2018 | Verstärkung für das Ehrenamt im AKH Viersen:

Grüne Damen erhalten interkulturelle Unterstützung

Viersen – Sie bringen viel Zeit für die Sorgen und Nöte von Patienten mit, begleiten bei Spaziergängen und erledigen kleine Besorgungen – die Grünen Damen sind seit ihrem Zusammenschluss vor vielen Jahren im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Viersen kaum wegzudenken. Jetzt erhalten sie internationale Unterstützung.

Vier Frauen mit Wurzeln in unterschiedlichen Kulturkreisen verstärken das Team. So soll es Patienten mit Migrationshintergrund noch leichter fallen, die Hilfs- und Gesprächsangebote wahrzunehmen. „Wir haben im AKH Viersen traditionell eine internationale Patientenstruktur. Man denke nur an die Versorgung der Britischen Soldaten seit den 1990er Jahren“, sagte Kim-Holger Kreft, Geschäftsführer des AKH. Diese Struktur sei im ständigen Wandel. Darauf reagiere man. „Die Erweiterung des Teams soll deshalb auch ein Beitrag zur Kultursensibilität im AKH und in Viersen sein“, so der Geschäftsführer weiter. „Da sind wir für die Unterstützung von allen Seiten sehr dankbar.“

Vier neue Mitglieder aus verschiedenen Ländern

Ab dem 1. Juni 2018 verstärken vier neue Mitglieder mit Wurzeln in der Türkei (unter anderem aus der Moschee Viersen), Griechenland und Tschetschenien die Gruppe der Ehrenamtlerinnen um Heidi Busch. Sie ergänzen das bewährte Team von fünf Grünen Damen des AKH und zwei Mitgliedern, die über das Deutsche Rote Kreuz bereits als Rote Damen am früheren St. Cornelius Hospital in Dülken tätig waren.

Der Ideengeber für die Erweiterung des Teams ist Udo Schiefner, Bundestagsabgeordneter des Kreises Viersen (SPD). Er, die Viersener Bürgermeisterin Sabine Anemüller und Kreft entwickelten den Gedanken gemeinsam weiter und freuen sich über das Ergebnis: „Dadurch werden die Hilfsangebote breiter“, so Anemüller bei der Präsentation des neuen Teams. „Das ist ein schönes Beispiel für gelebte Integration.“

Internationalisierung als Erfolgsmodell

Schiefner sieht in dem Projekt einen Modellcharakter, der als Blaupause für andere dienen könnte: „Ich hoffe, dass mehr Krankenhäuser diesem guten Beispiel folgen“, so der Bundespolitiker. Kim-Holger Kreft sitzt der Arbeitsgemeinschaft der Krankenhäuser im Kreis Viersen und Krefeld vor und versprach, das Projekt beim nächsten Treffen vorzustellen.

Die Ehrenamtlerinnen übernehmen traditionell mehrmals in der Woche für einige Stunden zusätzliche Aufgaben. Dabei geht es in erster Linie um Zeit zum Zuhören für die Patienten und um kleine Besorgungen.

Das Allgemeine Krankenhaus Viersen

Das Allgemeine Krankenhaus Viersen ist mit 315 Planbetten ausgestattet und behandelt jährlich rund 19.000 Patienten stationär sowie nahezu 32.000 Patienten ambulant. Mit seinen elf Fachabteilungen leistet es einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Versorgung im Kreis Viersen und darüber hinaus. Mit etwa 900 Mitarbeitern zählt das AKH zu den größten Arbeitgebern in Viersen.

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Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

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