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27.11.2017 | Rezertifizierung Chest Pain Unit am AKH Viersen

Verdacht auf Herzinfarkt: Wettlauf mit der Zeit

Viersen – Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute: Nur wenn die Rettungskette vom Notruf über die Fahrt ins Krankenhaus bis zur Diagnose und Behandlung stimmt, kann der Wettlauf mit der Zeit gewonnen werden. Einen wichtigen Beitrag leisten spezialisierte Brustschmerz-Stationen, so genannte Chest Pain Units (CPU). Im Kreis Viersen hat das Allgemeine Krankenhaus Viersen (AKH) eine solche Einheit schon seit vielen Jahren etabliert. Bereits im November 2009 wurde die Chest Pain Unit am AKH, als eine der ersten in der Region, von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert. Jetzt erfolgte die zweite Rezertifizierung unter Einbeziehung der neuesten Leitlinien.

Seit der ersten Zertifizierung steigt die Anzahl der behandelten Patienten von Jahr zu Jahr: 2016 wurden fast 1.200 Patient auf der Chest Pain Unit untersucht und behandelt. Im selben Jahr wurden in der Klinik für Kardiologie etwa 1.900 Herzkatheter-Untersuchungen und mehr als 800 therapeutische Eingriffe (Ballondilatationen mit Stentimplantation) an den Herzkranzgefäßen durchgeführt. „Unsere Arbeit findet in Kooperation mit der kardiologischen Gemeinschaftspraxis Viersen und anderen niedergelassenen Kollegen statt“, erklärt Prof. Dr. Nicolas von Beckerath, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie. 

Für die Zertifizierung einer Chest Pain Unit müssen viele Kriterien erfüllt werden: Neben der Verfügbarkeit eines Herzkatheterlabors über 24 Stunden an jedem Tag im Jahr, müssen strenge personelle und räumliche Voraussetzungen erfüllt sein. Für die wichtigsten kardio-vaskulären Erkrankungen gibt es fest definierte, schriftliche fixierte Diagnostik- und Behandlungsabläufe. Regelmäßige Schulungsprogramme für das Pflegepersonal und die Ärzte sind ebenso erforderlich. Im AKH liegt die Chest Pain Unit neben den beiden Herzkatheter-Laboren und der Intensivstation. Die oberärztliche Leitung der CPU am AKH Viersen hat der leitende Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie, Dr. Rainer Knur, inne. 

Ein Herzinfarkt oder ein drohender Herzinfarkt ist das Resultat eines Verschlusses oder einer starken Einengung eines Herzkranzgefäßes. Je schneller die Durchblutung wieder hergestellt wird, desto weniger Herzmuskel stirbt ab und desto besser erholt sich dieser. „Um den Schaden am Herzmuskel möglichst gering zu halten, ist es zentral, die Brustschmerzen des Patienten rasch und zielgerichtet abzuklären“, erläutert der Chefarzt. Obwohl der Großteil der Patienten, die auf der Chest Pain Unit diagnostiziert und behandelt werden, keinen Herzinfarkt haben, bleibt doch die Hauptaufgabe der Arbeit auf der CPU, Patienten mit Angina pectoris und Herzinfarkt schnell und sicher zu identifizieren. Anschließend werden sie im Herzkatheter-Labor behandelt. 

 

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