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06.12.2016 | Gastronomie am Niederrhein zur Adventszeit:

Spagat zwischen Evergreens und frischen Ideen

Niederrhein – Gänsebraten, Wild, Rosenkohl und gefüllter Bratapfel – es sind vor allem die kulinarischen Klassiker, die bei den Restaurant-Gästen die Adventszeit bestimmen. Doch Gastronomen laufen Gefahr, abgehängt zu werden, falls sie allein auf die Evergreens setzen. Die Geschäftsführer des Alten Braukellers in Nettetal, Stefan Bäumges, des Nierswalder Landhauses in Goch, Sigrid Dittrich, und des Lippeschlößchens bei Wesel, Ullrich Langhoff, beschreiben die Zeit als Gratwanderung zwischen traditionellen Rezepten, neuen Ideen und steigenden Ansprüchen der Gäste.

„Gans, Wild, Fisch – die Klassiker werden zur Adventszeit von vielen einfach erwartet“, sagt Stefan Bäumges. Deshalb finden sie sich auch auf der saisonalen Speisenkarte des Braukellers wieder – jedoch mit Kniffen und in Varianten. Denn einerseits wollen die Gastronomen die traditionsbewusste Erwartungshaltung vieler Gäste befriedigen, andererseits aber auch so viel Neues bieten, dass die Besucher neugierig bleiben. So serviert der Alte Braukeller Lebkuchen in Form einer Mousse und testet mit neuen Formen der Dessertpräsentation.

Das Anrichten wird immer wichtiger

Im Lippeschlösschen wird beispielsweise aus dem bekannten Christstollen ein Parfait an Marzipansauce. Wie wichtig dabei die Optik auf dem Teller ist, betont auch der dortige Geschäftsführer Ullrich Langhoff. „Die Kunden sind aufgeklärter und anspruchsvoller geworden. Die Basis der Gerichte darf weiterhin das Rezept der Großmutter sein, aber angerichtet gehört es mit Eleganz und Pep“, sagt er, der zugleich Genussbotschafter des Niederrheins ist.

Farbeffekte auf dem Teller

Den gestiegenen Ansprüchen begegnet auch das Nierswalder Landhaus. Etwa, indem die Optik mancher Gerichte von vornherein mitgedacht wird. So verbirgt sich etwa hinter dem Gericht Black / White / Orange geschmorte Kaninchenkeule mit Ochsenbacke an Kürbiscreme. Die Küche erzielt mit der Kombination aus sehr hellen und sehr dunklen Fleischsorten sowie der Soße einen sehr plakativen Effekt.

Das Ausgehen ändert sich

Ullrich Langhoff, seit über 30 Jahren Gastronom, beobachtet zugleich noch einen anderen Trend: die Auflösung der Familienstrukturen. Familienessen gebe es zwar weiterhin. Die Motivation, gemeinsam auszugehen, hänge jedoch immer häufiger nur noch an einer Person. Falle diese aus, gehe die gesamte Familie häufig zu den klassischen Anlässen nicht mehr ins Restaurant.

Alle an einer Tafel - wie in Südeuropa

Parallel dazu gibt es andere Trends. So denkt man im Nierswalder Landhaus auch über die Art zu essen selbst nach. „Viele Menschen sind begeistert, wie in Südeuropa das Essen zelebriert wird. Ein langer Tisch, Zeit für spontane Gespräche, vielleicht sogar mit einem Fremden“, erzählt Sigrid Dittrich. Das hat das Landhaus aufgenommen. An besonderen Abenden gibt es die Landhaus-Tafel, bei der bis zu 42 Gäste an einem Tisch Platz nehmen. „Manche Gäste waren da zu Anfang etwas irriert, aber das Angebot wird immer beliebter“, sagt die Geschäftsführerin.

Der Niederrhein boomt als Radregion

Rein wirtschaftlich ist die Adventszeit eine wichtige Phase des Jahres. „Bei uns hat das entscheidenden Einfluss auf den Gesamtumsatz“, betont Ullrich Langhoff. Völlig abhängig von dieser Zeit sind die Gastronomen jedoch nicht: „Der Niederrhein boomt als Fahrrad- und Wanderregion“, betont Sigrid Dittrich. Wer sich auf die Bedürfnisse dieser Gäste einstelle, profitiere. Für das Nierswalder Lanshaus ist mittlerweile zwischen Mai und August die umsatzstärkste Zeit im Jahre.

Weiterführende Informationen

Viele weiterführende Informationen und jede Menge zusätzliche Ausflugstipps gibt es auf den Internetseiten des Niederrhein Tourismus:

www.niederrhein-tourismus.de/auszeit.html.

Niederrhein Tourismus GmbH

Den Niederrhein als Urlaubsregion bekannt machen und die Region gemeinsam präsentieren: Das sind die Ziele der Kreise Kleve, Viersen und Wesel. Sie haben sich zur Niederrhein Tourismus GmbH zusammengeschlossen.

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

PR geht in die Luft. Drohne im Einsatz.

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