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02.11.2015 | St. Kamillus Kolumbarium:

Ein Raum- und Klangerlebnis

Mit einem Matinee-Konzert für Oboe und Orgel sowie einem Diskussionsforum über Architektur, Baudenkmal und Bestattungskirche wurde das St. Kamillus Kolumbarium feierlich eröffnet. Rund 300 Menschen waren beim Festakt zu Gast.

Mönchengladbach – Licht, Ausstrahlung und Kraft: Die Wirkung, die die Architektur des St. Kamillus Kolumbarium auf den Betrachter ausübt, ist beeindruckend. Das werden sich auch die rund 300 Menschen gedacht haben, die bei der Eröffnungsfeier der Bestattungskirche zu Gast waren. Die Architektur des Gebäudes war auch eines der Hauptthemen des Festaktes mit einem abwechslungsreichen Musik- und Kulturprogramm.

Ulrich Bücker, Geschäftsführer der St. Kamillus Kolumbarium GmbH, blickte bei seiner Begrüßung noch einmal auf die Herausforderungen zurück, die auf dem Weg von der Entwidmung der Kirche St. Kamillus hin zu einem Kolumbarium zu nehmen waren. Bürgermeister Michael Schroeren bedankte sich bei den Verantwortlichen für die gute Lösung und die Neunutzung, bei der der Charakter des Gebäudes erhalten bleibt. „Das Areal um die Kirche herum ist beispiellos in ganz Deutschland“, sagte Pater Siegmund Malinowski, Provinzial der deutschen Ordensprovinz in seinem Grußwort. „Hier wird das gesamte Spektrum des Daseins abgebildet.“ Damit bezog er sich auf die Kindertagesstätte Meerblick, die Katholische Bildungsstätte für Gesundheits- und Pflegeberufe (KBS) sowie das Altenheim, die sich alle auf dem Gelände des ehemaligen Kamillianer-Krankenhauses befinden.

„Ich schaue in Dankbarkeit zurück“

Im Zentrum des Festaktes stand das Diskussionsforum über Architektur, Baudenkmal und Bestattungskirche. Die Kunsthistorikerin Elke Backes, die verantwortliche Architektin BDA, Katja Mehring, Pater Ferdinand Pützhoven, Dr. Karl-Heinz Schumacher, Leiter der Denkmalbehörde Mönchengladbach, sowie Ulrich Bücker sprachen über die Entwicklung des Kolumbariums von der ersten Idee bis hin zur Umsetzung. „Es war ein langer Prozess, der kontrovers, aber immer gewinnbringend von der Denkmalbehörde begleitet wurde“, bekannte Ulrich Bücker. Karl-Heinz Schumacher hob die große Bedeutung des Baudenkmals hervor, während Elke Backes die Zuhörer noch einmal mitnahm in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts als der Kirchenbaumeister Dominikus Böhm die ersten Pläne für die Kirche St. Kamillus vorlegte.

„Als ich den Auftrag für die Sanierung und den Umbau bekam, fühlte ich mich geehrt, hatte aber auch Muffensausen“, bekannte Katja Mehring in der Diskussion. Die Architektin musste vor allem auf die Statik des Gebäudes achten. Die 42 Meter lange geschwungene Rampe, die das Gebäude barrierefrei macht, ist ein echter Blickfang geworden. Katja Mehring verwies auf die aktuelle Bestimmung des Gebäudes und die rund 3.000 Urnenkammern. „Jede Grabplatte ist ein Einzelstück und etwas Besonderes, weil auch jeder Mensch ein Einzelstück und besonders ist.“ Ihr Ziel war es, aus dem Gebäude einen Ort des Trostes zu machen, ein Ort, der Frieden bringt. Aus der Sicht von Pater Ferdinand Pützhoven ist ihr das Gelungen. Der Prior des Konventes der Kamillianer ist noch heute jeden Tag in der Bestattungskirche. „Ich schaue in Dankbarkeit zurück und bin mit der jetzigen Lösung voll einverstanden.“

Dr. Rolf Lichtner, Generalsekretär Bundesverband Deutscher Bestatter, referierte über die Begräbniskultur im Wandel der Zeit. Er berichtete von den Veränderungen über die Jahrhunderte und ließ auch Perser, Ägypter und Griechen nicht aus. Das St. Kamillus Kolumbarium bezeichnete Dr. Rolf Lichtner als einen würdevollen und ästhetisch ansprechenden Ort.

Dass das Kolumbarium nicht nur ein eindrucksvolles Raumerlebnis bietet, sondern auch ein Klangerlebnis, bewiesen der groove!Chor Mönchengladbach und das Matinee-Konzert für Oboe und Orgel. Petra Straeten (Oboe) und Udo Witt, Kantor der Evangelischen Hauptkirche Rheydt, spielten ein halbstündiges Programm unter anderem mit Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel.

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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