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29.06.2015 | Kooperation mit Alexianer Tönisvorst/Krefeld:

Schlaganfall besser und schneller behandeln

Telemedizinische Schlaganfallbehandlung im AKH verbessert die Versorgung im Kreis
Schnellere Diagnostik, die Möglichkeit einer Lysetherapie, bessere Überwachung und Kontrolle der Vitalparameter und früher Beginn von rehabilitativen Maßnahmen: die telemedizinische Anbindung von Viersen mit den Alexianern Tönisvorst/Krefeld bringt für Schlaganfallpatienten nur Vorteile.


Viersen – Bei der Schlaganfallbehandlung kommt es auf jede Minute an. Die Zeit entscheidet darüber, ob und wie der Patient überlebt. Um die medizinische Versorgung im Kreis Viersen weiter zu verbessern, etabliert das Allgemeine Krankenhaus Viersen (AKH) eine so genannte telemedizinische Schlaganfalleinheit (Tele Stroke Unit) unter dem Dach der Klinik für Kardiologie und Angiologie und kooperiert dabei mit der Neurologie der Alexianer Krefeld GmbH, die auch das Krankenhaus in Tönisvorst (Alexianer Tönisvorst GmbH) betreibt. Die telemedizinisch unterstützte Schlaganfallbehandlung bringt viele Vorteile mit sich. Fachärzte beraten per Videoverbindung in Echtzeit über die Therapie und sind in der Lage, mit dem Patienten auch direkt per Fernverbindung zu kommunizieren. Dadurch können die Patienten kurzfristig, schnell und wohnortnah versorgt werden.

„Wir kooperieren bei der telemedizinischen Schlaganfallbehandlung mit der Neurologie der Alexianer, die mit dem Standort Tönisvorst seit einiger Zeit auch im Kreis Viersen vertreten sind. Eine Kreislösung ist das Beste zur sehr schnellen und wohnortnahen Versorgung im Kreis Viersen. Aufgrund von Zertifizierungen und der hohen Expertise ist die Neurologie der Alexianer prädestiniert für eine Zusammenarbeit, zumal sich die Chefärzte untereinander auch bestens kennen“, sagt Kim Holger Kreft, Geschäftsführer des AKH Viersen. „Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, geht es los. Wir peilen den 1. Oktober 2015 als Starttermin an“ ergänzt AKH Geschäftsführer Dr. Thomas Axer.

„AKH Viersen hat die ausgereiftesten Strukturen“

Auch Michael Wilke, Regionalgeschäftsführer der Alexianer Krefeld GmbH und der Alexianer Tönisvorst GmbH freut sich auf die Zusammenarbeit. „Wenn schon ein Partner im Kreis Viersen, dann nur das AKH Viersen. Das Krankenhaus hat als größtes Krankenhaus des Kreises die ausgereiftesten Strukturen in diesem Bereich und bietet mit der Radiologie/Neuroradiologie und der Kardiologie/Angiologie die besten personellen und sachlichen Strukturvoraussetzungen“.

Bisher gibt es keine telemedizinische Schlaganfalleinheit im Kreis Viersen, also eine spezielle Organisationseinheit zur Erstbehandlung von Schlaganfallpatienten. In der Regel fuhr der Notarzt bislang entweder ein Krankenhaus in Krefeld oder Mönchengladbach an, wenn der Verdacht auf Schlaganfall bestand. Das ist im Sinne des Zeitgewinns nun anders: „Time is brain“ lautet das Motto, denn je früher die Behandlung beginnen kann, desto mehr Hirn bleibt funktionsfähig. Hier kommt es im Ernstfall oft auf Minuten an. Nach einem Schlaganfall dürften maximal viereinhalb Stunden verstreichen. „Wenn der Schlaganfall in diesem Zeitfenster erkannt wird, ist oftmals noch die so genannte Lysetherapie möglich“, erklärt Prof. Dr. Nicolas von Beckerath, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie des AKH Viersen. Die Lyse, eine Art medikamentöser Rohrreiniger für verstopfte Adern, ist die Standard-Behandlung gegen akute Schlaganfälle. Innerhalb der ersten Stunden nach Auftreten des Schlaganfalls entscheidet sich, inwieweit mit Folgeschäden zu rechnen ist.

„Für die Schlaganfallbehandlung sind zunächst vier Betten vorgesehen“

Direkt nach der Einlieferung des Patienten wird im Institut für diagnostische Radiologie und Neuroradiologie ein CT gemacht. Anschließend wird die telemedizinische Verbindung zum Team von Prof Dr. Hans-Jürgen von Giesen, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Ärztlicher Direktor der Alexianer in Krefeld und Tönisvorst, hergestellt. Hierdurch können neurologische Fachärzte nun 24 Stunden am Tag über Video den Patienten untersuchen und sich mit den Kollegen in Viersen beraten. „Die Schlaganfalleinheit in Viersen ist ideal, da wir über kurze Wege zwischen Neuroradiologie und Kardiologie/Angiologie verfügen und sehr schnell reagieren können“, sagt Dr. Frank Wenserski, Chefarzt im Institut für diagnostische Radiologie und Neuroradiologie und selbst erfahrener Neuroradiologe.

„Für die Schlaganfallbehandlung sind zunächst vier Betten im Intermediate Care Bereich der Klinik für Kardiologie und Angiologie vorgesehen“, erläutert Prof. Dr. Nicolas von Beckerath. Auf der Überwachungsstation werden alle Parameter der Schlaganfallpatienten kontrolliert und erste Rehabilitationsmaßnahmen eingeleitet. Zudem wird ein Pflegeteam für die Schlaganfallbehandlung weitergebildet.

Schlaganfall:

Bei Schlaganfallpatienten kommt es im Gehirn zu einem Gefäßverschluss oder einer Hirnblutung. Hierdurch können zum Beispiel Lähmungen, Sprach- oder auch Gefühls- oder Sehstörungen entstehen. Je nachdem, wo sich der Gefäßverschluss im Gehirn befindet und wie ausgeprägt er ist, gibt es unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Das fängt bei einer Medikamentengabe an, die - wenn der Schlaganfall rechtzeitig erkannt und eine Hirnblutung ausgeschlossen wurde - das Blutgerinsel auflösen kann („Lyse“) und geht bis zur operativen Öffnung der Schädeldeck

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Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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