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27.05.2015 | 1. Tourismustag in Kalkar:

Vom Kirchturm (-denken) zum Leuchtturm

Die Premiere des Tourismustages am Niederrhein verdeutlichte, wie wichtig Kooperationen und Netzwerke für die Region sind. Nur gemeinsam kann man die Gäste begeistern, so dass sie davon berichten und wiederkommen.


Kalkar - Der gemütliche Aufenthalt im Hotel, das köstliche Menü im Restaurant und der erlebnisreiche Besuch der Sehenswürdigkeit: Touristen erleben ihren Urlaub als Gesamtprodukt und nicht als Aneinanderreihung von unterschiedlichen Ereignissen. Auf diese Tatsache wurde beim 1. Tourismustag am Niederrhein im Wunderland Kalkar immer wieder hingewiesen. 240 Teilnehmer, darunter Betriebe vom Niederrhein, Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Touristiker informierten sich bei der Premiere des Tourismustages über die aktuellen Entwicklungen des Tourismusmarktes. Die Bedeutung von Kooperationen und Synergien auch für den Niederrhein stand bei der von der Niederrhein Tourismus GmbH organisierten Veranstaltung im Mittelpunkt.

„Kooperationsbereitschaft und Kooperationsfähigkeit der Akteure vor Ort sind die zentralen Erfolgsfaktoren im Wettbewerb der Destinationen,“ sagte Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste in Heide. In seinem Vortrag über Erfolgsfaktoren und Hemmschwellen der kooperativen Destinationsentwicklung machte er deutlich, dass alle Tourismusverantwortlichen am Niederrhein an einem Strang ziehen müssten, um erfolgreich zu sein. Der erste Schritt sei es, zu ermitteln, welchen Gast man überhaupt gewinnen möchte. Zentrales Thema sei zudem, für welche Inhalte die Region stehe. Hier sei der Niederrhein mit den Themen Wandern, Radfahren und Naturerlebnisse sehr gut aufgestellt. Danach folgt der Aufbau von Bekanntheit, Sympathie und Besuchsbereitschaft. Dies gehe aber nur gemeinsam: „Funktionierende Netzwerke sorgen für höhere Effektivität,“ davon ist der Tourismusfachmann überzeugt. Das setzt aber auch Geduld voraus. „Netzwerke und Kooperationen brauchen Zeit für Vertrauens- und Erfahrungsaufbau.“

Einer These, der Prof. Karl Born von der Hochschule Harz nur beipflichten konnte. Er referierte in seinem Vortrag über die Notwendigkeit, das Kirchturmdenken zu lassen und sich vielmehr auf Leuchttürme zu konzentrieren. „Der Hauptkonkurrent beim Werben um die Gäste ist nicht der benachbarte Hotelier oder der Ort nebenan“, sondern: „Der Hauptkonkurrent ist die andere Destination.“ Anders ausgedrückt, die andere Region, an der die potenziellen Gäste ebenfalls Urlaub machen könnten. Denn: Gäste fallen nicht einfach vom Himmel. Sie müssen gezielt angesprochen werden. Ziel der gesamten Region müsse es sein, die Gäste glücklich zu machen. „Die angebotenen Produkte sind nur Vehikel, um dieses Ziel zu erreichen.“ Eine Rolle bei der Dienstleistung spielen nach Prof. Karl Born aber nicht nur die direkten Leistungen, im Falle des Hotels oder des Restaurants zum Beispiel das Essen. „Wie sieht es mit der Optik, der Servicebereitschaft aus? Identifiziert sich der Leistungsanbieter mit der Region?“, fragt er. Auch das seien wichtige Faktoren.

Liebeserklärung an die Region

Beispielhaft wurde beim Tourismustag in Kalkar das Unternehmen Möbel Kleinmanns aus Kleve hervorgehoben. Inhaber Gerd Kleinmanns investierte in einen Werbespot und machte daraus eine Liebeserklärung an den Niederrhein. Das Video zeigt Möbel und Küchen an typischen Orten des Niederrheins, zum Beispiel ein Bett im Kornfeld. „Dabei war es uns auch wichtig, den Fachhandel vor Ort zu stärken und die Menschen, die hier leben, dafür zu begeistern, hier zu Hause wieder einzukaufen“, berichtete Gerd Kleinmanns.

Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus GmbH, blickte zurück auf die bisherigen Projekte und stellte Aktivitäten der Zukunft vor. Die Zukunft der Tourismuswirtschaft im Blick hatten auch die Teilnehmer der Diskussion mit WDR-Moderator Ludger Kazmierczak. Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin Tourismus NRW, Michael Düchting, Leiter EntwicklungsAgentur Wirtschaft Kreis Wesel, Ulrich Langhoff, Vorsitzender Genussregion Niederrhein, sowie die beiden Referenten Prof. Karl Born und Prof. Bernd Eisenstein sprachen angeregt über den Tourismus am Niederrhein.

Was der Niederrhein alles zu bieten hat, zeigte sich nicht zuletzt am Buffet. Verantwortlich dafür war die Genussregion Niederrhein, zum Beispiel mit Spargel und Bentheimer Schwein.  






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