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17.03.2015 | Barrierefreiheit:

Reisen für Alle – der Niederrhein macht sich auf den Weg

Hotel Nibelungen Hof erhält Urkunde - Orientierung für Menschen mit Mobilitätseinschränkung

Xanten/Kreis Wesel – Das Symbol ist eindeutig: Ein Spaziergänger mit Gehstock und ein Rollstuhl. Dieses Piktogramm ziert ab sofort den Eingangsbereich des Hotels Nibelungen Hof an der Niederstraße in Xanten. Für Menschen mit Gehbehinderung ein Zeichen, dass sie hier nicht nur willkommen sind, sondern sich auch ungehinderter fortbewegen können. Als eines der ersten Hotels in der Region erhielt das Hotel Nibelungen Hof jetzt die Urkunde „Barrierefreiheit geprüft“. Hintergrund der Aktion: Das EU-Förderprojekt „Netzwerkmarketing Fernwanderwege“ hat unter anderem Teilstücke der Wanderwege Jakobsweg 3 und 4 und Pieterpad auf Barrierefreiheit überprüft. Das Projekt macht aber an dieser Stelle nicht halt, sondern untersucht auch die Betriebe am Rande der Strecke. Deshalb wurden einige von ihnen unter die Lupe genommen und gemäß des bundeseinheitlichen Kennzeichnungssystems „Reisen für Alle“ beurteilt.

 

Bisher wurden am Niederrhein schon über 30 Betriebe entsprechend gekennzeichnet. Zu den untersuchten Betrieben zählen nicht nur Hotels und Pensionen. Auch Restaurants, Cafés, Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel Museen, und Touristik-Informationen auf deutscher und niederländischer Seite der Grenzregion beteiligten sich.

 

„Für Gäste mit Beeinträchtigung sind detaillierte und verlässliche Informationen eine wesentliche Grundlage für ihre Reiseentscheidung“, sagt Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus GmbH. „Mit dem Kennzeichnungssystem ‚Reisen für alle‘ werden erstmals für die Gäste notwendige Informationen mit einheitlichen Erhebungsbögen erfasst und nach klaren Qualitätskriterien dargestellt.“ Aufgrund des demographischen Wandels wird es für die Tourismuswirtschaft von großer Bedeutung sein, sich auf die Bedürfnisse älterer Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung einzustellen.

 

Auch Tourismus NRW lässt aktuell nach dem Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ Betriebe in ganz NRW auf Barrierefreiheit erheben, drei bis heute auch schon am Niederrhein. Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin des Tourismus NRW, ist davon überzeugt: „Eine Studie im Auftrag der EU-Kommission nennt beeindruckende Zahlen: Demnach unternehmen Menschen mit Behinderung zwischen 15 und 64 Jahren sowie Menschen ab 65 derzeit etwa 783 Millionen Reisen innerhalb der EU. Bleiben die derzeitigen Voraussetzungen, wird diese Zahl Prognosen zufolge bis 2020 auf 862 Millionen steigen. Gäbe es mehr barrierefreie Angebote, könnte die Zahl sogar auf 1,23 Milliarden Reisen gesteigert werden.“

 

Bei der Urkundenvergabe an Miriam Woudstra-Bröcheler vom Nibelungen Hof betonte die Geschäftsführerin des Tourismus NRW, wie wichtig es sei, die gesamte touristische Servicekette abzudecken. „Das ist am Niederrhein in Reinkultur zu sehen.“ Für den Niederrhein Tourismus ist die Ausrichtung auf die Zielgruppe der über 65-Jährigen beziehungsweise der Gäste mit Beeinträchtigungen ein wichtiges Zukunftsthema: „Wir werden auf dieses Thema weiterhin verstärkt eingehen und verschiedene Projekte starten, um die Zielgruppe optimal anzusprechen. Das Potenzial ist groß“, so Martina Baumgärtner. 

 

Im Rahmen des Projektes „Netzwerkmarketing Fernwanderwege“ wurden zwei barrierefreie Rundwanderwege entwickelt. Einer befindet sich in Nijmegen, der andere in Xanten. Beide Wanderungen können im Rahmen eines Tagesausflugs unternommen werden. Der Weg durch Xanten führt an mehreren auf Barrierefreiheit erhobenen Betrieben vorbei, wie dem LVR-RömerMuseum, der Tourist Information Xanten (TIX) und dem Hotel Nibelungen Hof.

 

Die untersuchten Betriebe sind im Internet unter www.einfach-wanderbar.de sowie im gleichnamigen Magazin „Einfach wanderbar“ aufgelistet.

 

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Das Projekt Fernwandern wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk Nordrhein-Westfalen (MWEIMH) und der Provinz Gelderland kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Euregio Rhein-Waal und der euregio rhein-maas-nord.

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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