Menu
25.02.2015 | Internetbasierte Fahrzeugzulassung:

Autos abmelden leicht gemacht

- Im Wohnzimmer sitzen und sein Auto abmelden. Was sich wie Zukunftsmusik anhört, ist schon Realität. Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat dazu die technischen Voraussetzungen für die Zulassungsstellen in der Region geschaffen.

 

Niederrhein – Sicherheitscode abrubbeln, Webseite der Kommune aufrufen, Personalausweis bereithalten und los geht es: Überall in Deutschland können ab sofort Fahrzeuge einfach und bequem von zu Hause aus bei der Zulassungsstelle abgemeldet werden. Voraussetzung: Das Fahrzeug ist ab 1. Januar 2015 zugelassen, der Abmelder hat einen neuen Personalausweis mit eingeschalteter eID-Funktion (elektronischer Identitätsnachweis) und einen Kartenleser an seinem Computer installiert. Für die Region hat diese neue Entwicklung mit dem Titel internetbasierte Kfz-Zulassung (i-KFZ) das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) in Kooperation mit dem Formularserver-Betreiber Form-Solutions möglich gemacht.

Testlauf erfolgreich gemeistert

„Der Service geht auf eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zurück, die in ganz Deutschland umgesetzt werden muss“, erklärt Projektleiter Dr. Lars van der Grinten vom KRZN. Das Kraftfahrtbundesamt hat ein zentrales Portal eingerichtet, das ebenfalls die Außerbetriebsetzung möglich macht. Der Nachteil: Da es sich beim An- und Abmelden von Fahrzeugen um eine kommunale Aufgabe handelt, steht das Portal des Kraftfahrtbundesamtes nur während der Startphase des Projektes zur Verfügung. Genauer gesagt bis 2016, dann wird das Portal abgeschaltet. „Spätestens ab diesem Zeitpunkt müssen sich die Kommunen in ganz Deutschland deshalb eine Alternative einfallen lassen“, sagt van der Grinten.

Das KRZN ist da schon mehrere Schritte weiter. „Unser dezentrales i-KFZ-Portal hat seinen Testlauf erfolgreich gemeistert und kann direkt genutzt werden.“ Bisher haben die Straßenverkehrsämter in den Kreisen Wesel und Viersen sowie in der Stadt Krefeld den Webservice des KRZN installiert.

Die Außerbetriebsetzung über ein Webportal ist nur ein erster Schritt. In Zukunft sollen auch alle anderen Serviceangebote, wie die Zulassung und Umschreibung eines Fahrzeugs, über das Internet möglich sein. „Dazu sind aber noch weitere organisatorische, technische und rechtliche Voraussetzungen zu schaffen“, berichtet KRZN-Geschäftsführer Jonas Fischer.

Die sind für den Abmeldeprozess bereits erfolgt, auch wenn das noch nicht für jeden möglich ist. Das hat ganz einfache Gründe: Nur Fahrzeuge, die in diesem Jahr zugelassen wurden, verfügen über Kennzeichenschilder mit verdeckt aufgebrachtem Sicherheitscode und Siegelplaketten. Neben dem Sicherheitscode benötigt ein Fahrzeughalter zudem den neuen Personalausweis im Scheckkartenformat. Denn nur der verfügt über eine sogenannte Online-Ausweisfunktion (eID), mit der man sich im Internet identifizieren kann. Weitere Voraussetzung ist der Besitz einer Ausweis-App und eines Kartenlesegerätes für den Personalausweis. „Was heute nur sehr wenige Menschen haben, wird in Zukunft Standard sein“, ist sich der KRZN-Geschäftsführer sicher.

Datenschutz hat Priorität

Mit dem zusätzlichen i-KFZ-Portal soll die Fahrzeugzulassung einfacher, bürgerfreundlicher und effizienter werden. „Es fallen bürokratische Schranken“, ergänzt Dr. Lars van der Grinten. „Keine langen Wartezeiten, keine Fahrtkosten, dazu mehr Transparenz der Verwaltung“, nennt er weitere Vorteile des neuen Services.

Was jetzt schon so reibungslos funktioniert, hat hinter den Kulissen eine lange Anlaufzeit gebraucht. Das KRZN stellt die hohe Sicherheit, Datenintegrität und Verfügbarkeit der zentralen Datenbestände sicher. Dazu gehören auch der Aufbau und die Wartung des informationstechnischen Systems sowie die elektronische Zahlungsabwicklung (ePayment). Alle für eine An- und Abmeldung von Fahrzeugen benötigten Daten befinden sich auf den Servern des KRZN in Kamp-Lintfort. Priorität hat dabei der Schutz dieser Daten, vor allem bei der Übermittlung an das Kraftfahrtbundesamt. Die in der Anwendung erfassten Daten werden den Zulassungsbehörden über ein gesichertes Netz zur Verfügung gestellt.

Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) in Kamp-Lintfort ist der Informatik-Dienstleister für die Verwaltungen der Kreise Kleve, Viersen, Wesel sowie deren Städte und Gemeinden. Außerdem betreut das KRZN die IT der Städte Bottrop und Krefeld. Zu den Aufgaben des Zweckverbandes zählen die Entwicklung, Einführung und Wartung der IT-Anwendungen. Außerdem setzt das KRZN Datenschutz und Datensicherheitsmaßnahmen um.

Daten, Zahlen, Fakten zur internetbasierten Fahrzeugzulassung (i-KFZ):

Pro Jahr werden in Deutschland 28,2 Millionen Zulassungsvorgänge durchgeführt. Davon sind rund neun Millionen Abmeldungen von Fahrzeugen.

Derzeit zugelassene Fahrzeuge im Zuständigkeitsbereich des KRZN (Stand Dezember 2014):

Kreis Borken 288.426
Bottrop 78.854
Kreis Kleve 240.434
Krefeld 135.338
Kreis Steinfurt 347.084
Kreis Viersen 230.446
Kreis Wesel 348.311

Zum besseren Verständnis hat das KRZN in Kamp-Lintfort ein Erklärvideo für den internetbasierten Abmeldeprozess produzieren lassen. Dort wird Schritt für Schritt das Vorgehen erklärt, inklusive der elektronischen Bezahlmöglichkeiten. Zu finden ist das Video unter:

http://youtu.be/Zjl1aKzOqIw

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

Wir sprechen für Sie.

Als externe Pressestelle rücken wir Sie ins rechte Licht der Öffentlichkeit. Wir positionieren Ihre Botschaft dort, wo sie auch gehört wird und reagieren in Ihrem Namen auf Journalistenanfragen.  mehr dazu...

Suchen im Medienservice:

Suchen Sie über die Volltextsuche

oder suchen Sie unsere Pressemeldungen mit Hilfe der Tags aus diesem Bereich:

RSS-Feed Medienservice:

Abonnieren Sie doch einfach den Medienservice aus dem Medienbüro als RSS-Feeds:

Top of Page Content
powered by webEdition CMS