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15.12.2014 | AKH Viersen

Niederrheinisches Ärztenetzwerk sagt Herzinfarkt den Kampf an

Verbesserung der medizinischen Versorgung

Der Vorsitzende des Netzwerkes ist Prof. Dr. Nicolas von Beckerath, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie des AKH Viersen. Er will mit seinen Kollegen die Rettungskette in der Region optimieren.  


Viersen – Beim Herzinfarkt zählt jede Minute. Ein verschlossenes Blutgefäß muss so schnell wie möglich geöffnet werden, um die Sauerstoffzufuhr zum Herzmuskel wieder herzustellen. Mit jeder Verzögerung um eine Stunde steigt die Sterblichkeit beim Herzinfarkt um zehn Prozent. Um die Rettungskette zu optimieren, wurde jetzt die Arbeitsgemeinschaft der Herzinfarkt-Netzwerke am Niederrhein gegründet. Vorsitzender und Sprecher des Netzwerkes im Gründungsjahr ist Prof. Dr. Nicolas von Beckerath, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie des Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH).

„Das Netzwerk ist eine Initiative zur kontinuierlichen Verbesserung der Versorgungsqualität der Herzinfarkt-Patienten in unserer Region“, sagt Prof. Dr. Nicolas von Beckerath. „Ziel ist es, alle Beteiligten der Rettungskette zusammenzubringen. Wir wollen unsere Erfahrungen im Alltag austauschen, voneinander lernen, bestehende Strukturen besser verzahnen und dazu beitragen, dass neue medizinische und technische Entwicklungen rasch beim Patienten ankommen.“ Diese enge Kooperation soll alle Kliniken am Niederrhein einbeziehen.

Die Arbeit des Herzinfarkt-Netzwerkes am Niederrhein wird mit Hilfe des bundesweit etablierten FITT-STEMI-Projektes regelmäßig gemessen. So heißt das Konzept zur Verbesserung der Behandlungszeiten von Herzinfarkt-Patienten. Alle Daten zur Behandlung von Herzinfarkt-Patienten werden dort dokumentiert und ausgewertet. Durch die Einführung des Konzeptes soll sich die Zeit zwischen dem ersten Kontakt mit dem Notarzt und der Öffnung des verschlossenen Blutgefäßes im Krankenhaus erheblich verkürzen.

Zur Vorstellung des Herzinfarkt-Netzwerkes und des FITT-STEMI-Projektes haben Prof. von Beckerath und seine Vorstandskollegen Prof. Dr. Stefan Möhlenkamp vom Bethanien-Krankenhaus Moers und Dr. Klaus-Dieter Winter vom Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz bereits ein Symposium für Kardiologen aus der Region organisiert.

AKH Viersen nimmt Vorreiterrolle ein

Im Kampf gegen den Herzinfarkt nimmt das AKH Viersen eine Vorreiterrolle ein. Bereits im November 2009 wurde die Chest Pain Unit (Brustschmerz-Einheit) am AKH - als eine der ersten in der Region - von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert. 2013 erfolgte die Rezertifizierung unter Einbeziehung der neuesten Leitlinien. Nach einer Untersuchung der AOK zur Sterblichkeit an koronarer Herzerkrankung nimmt das AKH Viersen einen der vordersten Plätze mit besseren Werten als der Durchschnitt in Deutschland ein. Die Anzahl der Patienten in der Abteilung für Kardiologie und Angiologie steigt von Jahr zu Jahr. 2013 wurden etwa 1.800 Patienten auf der Chest Pain Unit untersucht und behandelt. Im selben Jahr wurden in der Klinik für Kardiologie etwa 1.900 Herzkatheter-Untersuchungen und mehr als 800 therapeutische Eingriffe (Ballondilatationen mit Stentimplantation) an den Herzkranzgefäßen durchgeführt.

Stichwort FITT-STEMI-Projekt:
Die Abkürzung steht für Feedback-Intervention and Treatment Times in ST-Elevation Myocardial Infarction.

Prof. Dr. Nicolas von Beckerath (Internist, Kardiologe und Angiologe)

Studium an der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität München.

Von 1995 bis 2010: Klinikum rechts der Isar und Deutsches Herzzentrum in München. Kardiologischer Oberarzt und Leiter der Angiologie. Das Münchener Herzzentrum ist eines der großen deutschen Spezialzentren.

Seit 2010: Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie des Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH).



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