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17.12.2013 | AKH Viersen

Demenzpatienten sind im AKH Viersen in besten Händen

Vortrag in Herne

- Die Bedürfnisse von Patienten mit Nebendiagnose Demenz ernst nehmen: Das hat sich das AKH Viersen seit Jahren zur Aufgabe gemacht. Das Versorgungskonzept macht jetzt Schule.


Viersen – Weit mehr als 500 Patienten mit der Nebendiagnose Demenz werden pro Jahr im Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH) behandelt. Tendenz steigend. Die Rahmenbedingungen für diese Menschen hat das AKH schon vor Jahren angepasst und als eines von nur vier Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen an einem Pilotprojekt zur Verbesserung der Versorgung demenzkranker Patienten im Krankenhaus teilgenommen. Noch immer profitiert das Viersener Krankenhaus davon. Geschäftsführer Kim Holger Kreft und Pflegedirektorin Elke Harms informierten jetzt auf einer Veranstaltung der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Herne vor über 200 Teilnehmern aus der Gesundheitsbranche über das Projekt und die positiven Veränderungen im Klinikalltag.

„Wir haben das Projekt bis heute ständig weiter entwickelt“, sagt Pflegedirektorin Elke Harms. „Immer wieder kommen Pflegedirektoren zu uns, um zu hospitieren und zumindest Teile unseres Versorgungskonzeptes auf ihre Krankenhäuser zu übertragen.“ Dazu gehört ein ganzes Bündel an Aktivitäten, mit dem sich die AKH Mitarbeiter auf der allgemeinen internistischen Station um die Patienten mit kognitiver Beeinträchtigung kümmern.  

Zur besseren Orientierung hat das AKH schon vor Jahren große Zimmernummern und Symbole, wie zum Beispiel Sonnenblumen, neben den Türen zu den Patientenzimmern angebracht. Die Flure wurden mit warmen Farben gestrichen. Zur zeitlichen Orientierung hängen große Uhren an den Wänden. Die Flure und Gänge sind je nach Jahreszeit dekoriert. Das AKH Viersen ist aber noch einen Schritt weiter gegangen: Da viele Demenzpatienten eine Weglauftendenz haben, wurde ein so genanntes Desorientierungssystem eingebaut. Immer wenn sich jetzt ein Patient mit kognitiver Beeinträchtigung der Stationstür nähert, erhalten die Pflegekräfte und die Zentrale ein Signal. Das Sicherheitssystem sorgt nicht nur für eine Beruhigung der besorgten Angehörigen, sondern auch für eine enorme Entlastung der Mitarbeiter.   

Gerade die Mitarbeiter haben von der Entwicklung profitiert, wie Geschäftsführer und Pflegedirektorin in Herne berichteten. „Wir haben ein interdisziplinäres Kompetenzteam Demenz gegründet, unter anderem mit Vertretern aus der Verwaltung, Ärzten verschiedener Bereiche sowie Pflegefachkräften. Außerdem sind unsere Mitarbeiter speziell geschult und für die Bedürfnisse der Demenzpatienten sensibilisiert“, sagt Kreft. „Das hat ihre Kompetenzen gestärkt und ihnen Handlungssicherheit gegeben.“ Auch die Kultur im Haus hat sich verändert. „Mittlerweile tritt der Begriff Demenzkranker bei uns in den Hintergrund. Wir reden immer häufiger von dem Patienten mit einer kognitiven Beeinträchtigung“, hat Harms beobachtet.

Lebensqualität der Patienten bleibt erhalten

Für die Demenzpatienten gibt es noch weitere Vorteile: „Oft werden Demenzpatienten in einem schlechteren kognitiven Zustand nach Hause oder in eine stationäre Einrichtung entlassen“, berichtet die Pflegedirektorin. Das liegt vor allem an der zusätzlichen Belastung, unter der sie in der fremden Umgebung leiden. Sie finden sich nicht zurecht, haben Angst und sind verwirrt. Im AKH Viersen wird dafür gesorgt, dass sie aktiv bleiben, basteln oder spielen. Auch die Angehörigen werden mehr mit einbezogen. So können die Mitarbeiter zum Beispiel auf Besonderheiten in der Biographie eingehen und in den Patientenzimmern vertraute Gegenstände wie Familienbilder aufstellen. Die Folge: Die Selbstständigkeit und die Lebensqualität der Patienten bleiben auch nach dem Krankenhaus-Aufenthalt erhalten.  

2005 gab es im AKH Viersen drei Demenzzimmer mit insgesamt neun Betten. Mittlerweile verfügt das Krankenhaus über 15 Demenzzimmer auf der allgemeinen internistischen Station. Auch personell wurde aufgerüstet: Erst im Sommer stellte das AKH Viersen eine Krankenpflegehelferin und eine Pflegekraft ein, die sich um die Betreuung und Bedürfnisse der Patienten mit Demenz kümmern. Sie begleiten die Menschen zum Beispiel auf dem Weg zu einer Untersuchung oder einer Operation.

Video zur Demenzversorgung im AKH Viersen:

Das Allgemeine Krankenhaus Viersen (AKH) hat zum Thema Demenzversorgung ein Video gedreht. Dort wird ein Demenzpatient von der Aufnahme über die Behandlung bis hin zur Entlassung begleitet und das Pflegekonzept des Krankenhauses vorgestellt. Zu sehen ist das Video im Internet unter www.akh-viersen.de.

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