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16.12.2013 | Apotheker Brandenburg

Medikamentenmix kann gefährlich werden

- Je mehr Arzneimittel eingenommen werden, desto größer ist die Gefahr von Neben- und Wechselwirkungen. Die Apotheker im Land Brandenburg beraten bei der Arzneimitteltherapie und machen auf mögliche Risiken aufmerksam.


Potsdam – Jeder dritte Deutsche über 65 Jahren nimmt täglich mehr als fünf verschiedene Arzneimittel ein. Bei den Hochbetagten zwischen 80 und 94 Jahren ist es sogar fast jeder Zweite. Die Zahlen stammen aus dem diesjährigen Arzneimittelreport. Auf die Risiken dieser sogenannten Multimedikation machen die Apotheker im Land Brandenburg aufmerksam. Sie bieten gleichzeitig ihre Hilfe bei der sicheren Arzneimitteltherapie an.

„Grund für die vielen Arzneimittelverordnungen ist die zunehmende Multimorbidität in einer immer älter werdenden Gesellschaft“, erklärt Astrid Markow, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit der Landesapothekerkammer Brandenburg. Nach einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts gelten in der Altersgruppe über 65 Jahren nur noch 7,1 Prozent der Frauen und 9,4 Prozent der Männer als gesund. Die Übrigen haben mindestens ein bis zwei chronische Erkrankungen, viele auch mehr. Da jede Krankheit individuell therapiert wird, kommt es schnell zu einer hohen Zahl an Medikamenten, die eingenommen werden.

„Die Menge der verordneten Arzneimittel ist aber nicht das einzige Problem“, erklärt die Apothekerin. „Hinzu kommt, dass Arzneimittel sowohl vom Hausarzt als auch vom Facharzt verschrieben werden.“ Hier fehle häufig die wechselseitige Abstimmung. Werden dann noch Medikamente im Rahmen der Selbstmedikation eingenommen, kann es zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen. Spätestens an dieser Stelle setzt die Fachkompetenz des Apothekers ein: „Aufgrund unserer Qualifikation als Arzneimittelfachleute besitzen wir das Know-how, um mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Arzneimitteln im Vorfeld zu erkennen“, sagt Markow.

Die Apotheker im Land Brandenburg empfehlen allen Patienten, sich eine Apotheke ihres Vertrauens zu suchen und sich zu ihrer Arzneimitteltherapie beraten zu lassen. „Am besten lässt man sich dort eine Kundenkarte anlegen, in der alle verordneten Arzneimittel sowie die Selbstmedikation erfasst werden“, rät Markow. So kann der Apotheker auf einen Blick mögliche Risiken erkennen. „Wenn es erforderlich ist, halten wir auch Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, um arzneimittelbezogene Probleme zu lösen“, betont die Apothekerin.

Neben Wechselwirkungen zwischen eingenommen Arzneimitteln, kann der Apotheker auch feststellen, ob möglicherweise Doppelverordnungen vorliegen. Das kommt vor, wenn Präparate verschiedene Handelsnamen, aber den selben Wirkstoff haben. „Die mehrfache Anwendung des selben Wirkstoffes kann zu einer gefährlichen Überdosierung führen“, so Markow. Mit ihrem jeder Zeit und ohne Termin nutzbaren Beratungsangebot eignen sich die Apotheker hervorragend als Lotsen in der Arzneimitteltherapie. Durch ihre Qualifikation können Apotheker auch entscheiden, wann ein Arztbesuch ratsam ist. Vorrausetzung für die effiziente Betreuung ist ein enges Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Apotheker.

Die Landesapothekerkammer Brandenburg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Potsdam. Sie vertritt die beruflichen Interessen der Apotheker. Mitglied der Landesapothekerkammer sind alle Apotheker, die im Land Brandenburg ihren Beruf ausüben oder – falls sie ihren Berufen nicht ausüben – ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Die Landesapothekerkammer hat derzeit 1.500 Mitglieder. Im Land Brandenburg gibt es 590 Apotheken (inklusive 14 Krankenhausapotheken).


Beratung in der Apotheke


Apotheken haben 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Auch an den bevorstehenden Feiertagen ist immer eine Apotheke in der Nähe dienstbereit.
Die Notdienstzeiten erfährt man über die Aushänge am Apotheken-Eingang, die Internetseite der Landesapothekerkammer Brandenburg: http://www.lakbb.de sowie die örtlichen Medien.

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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