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15.11.2013 | Rotary Club Mönchengladbach

Start für Anti-Gewalt-Projekt an Mönchengladbacher Grundschulen

Mönchengladbach – „Boxenstopp“ heißt ein Sozialprojekt zur Minderung von Gewalt an Grundschulen in Mönchengladbach. Initiator ist der Rotary Club Mönchengladbach. In diesem und im kommenden Schuljahr wird an den teilnehmenden Grundschulen ein professionelles Anti-Gewalt- und Konfliktlösungstraining angeboten.


Bewegungsorientiertes Programm für gewaltfreies Lernen

Das Projekt „Boxenstopp“ wird durch die Organisation Gewaltfrei Lernen e. V. umgesetzt. Das Besondere: Es richtet sich nicht nur an die Schüler, sondern auch an deren Lehrer und Betreuer sowie die Eltern. Die Grundschüler der Klassen 1 bis 4 durchlaufen ein bewegungsorientiertes Förder- und Schulungsprogramm. Parallel dazu findet sowohl eine eigenständige Fortbildung der Lehrer als auch eine Einbeziehung der Eltern in Form von Elternabenden statt. „Das Projekt leistet damit auch Hilfe zur Selbsthilfe und ermöglicht eine langfristige Fortführung der Anti-Gewalt-Initiative mit geringen Eigenmitteln der Grundschulen“, erklärt Harald Vergossen, Clubmeister des Rotary Club Mönchenglad-bach. „Boxenstopp“ ist aktuell das größte, uns bekannte „Anti-Gewalt-Projekt“ bundesweit.

Das Projekt wurde vom Rotary Club in Zusammenarbeit mit der Stadt Mönchengladbach sowie dem Schulamt initiiert und organisiert. „Eine lebendige Gesellschaft braucht Menschen, die sich einbringen. Keine Herausforderung der Zukunft ist ohne bürgerschaftliches Engagement zu meistern. Im Idealfall ergänzen sich staatliches und bürgerschaftliches Handeln. Die Initiative der Rotarier ist dafür ein gutes Beispiel, das nur Gewinner kennt: Schüler, Eltern und Lehrer, aber auch die Gesellschaft als solche“, so Oberbürgermeister Norbert Bude.  

Studie zeigt Dringlichkeit von Gewaltprävention

Im Vorfeld des Projektes hat der Rotary Club Mönchengladbach eine wissenschaftliche Befragung unter den Grundschulleitungen in Mönchengladbach vornehmen lassen. Das Ergebnis zeigt deutlich den großen Bedarf nach Anti-Gewalt-Maßnahmen: So kommen bei über 80 Prozent der Schulen körperliche Schikanen, Beleidigungen und Erniedrigungen „häufig“ bis „sehr häufig“ vor. Fast 40 Prozent der Schulleitungen berichten über Brutalitäten wie Schlagen, Treten und ähnliches. Über 95 Prozent der befragten Grundschulen sind überzeugt, dass durch ein Anti-Gewalt-Projekt eine Verbesserung des Lernklimas erreicht werden kann. Ebenso viele würden eine Unterstützung zur Gewalt-Prävention begrüßen.

In Abstimmung und mit Unterstützung des Schulamts für die Stadt Mönchengladbach hat der Rotary Club alle 41 Grundschulen in Mönchengladbach kontaktiert. Die Resonanz war überaus positiv: Mehr als die Hälfte der Grundschulen haben nachhaltiges Interesse an der Teilnahme von „Boxenstopp“ bekundet und sich um eine Förderung beworben. Im Schuljahr 2013/14 und 2014/15 werden nun über 6.000 Mönchengladbacher Grundschüler die Förderung des „Boxenstopp“Projekts erhalten. Rund 12.000 Eltern in Mönchengladbach sowie 800 Lehrer und Betreuer sollen ebenfalls beim „Boxenstopp“Projekt beteiligt und geschult werden.

Der Rotary-Club Mönchengladbach ist der älteste von insgesamt drei Rotary Clubs in Mönchengladbach. Die 75 Mitglieder sind vielfältig sozial engagiert und setzen in jedem Jahr ein Sozialprojekt um.

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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