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21.10.2013 | Apotheker Brandenburg:

Antibiotika: Richtige Einnahme ist unverzichtbar

- Durch häufigen und falschen Gebrauch von Antibiotika kommt es zu sogenannten Resistenzen. Die Apotheker vor Ort geben Tipps zur richtigen Anwendung des Arzneimittels.


Potsdam – An Antibiotika scheiden sich die Geister: Die einen sehen sie als Wunderwaffe gegen viele Infektionskrankheiten. Die anderen beurteilen sie eher kritisch, weil sie zu Resistenzen führen, die lebensbedrohlich werden können. Die Apotheker im Land Brandenburg geben Antworten auf die wichtigsten Fragen im Umgang mit Antibiotika.

Was viele nicht wissen: „Antibiotika wirken ausschließlich gegen Bakterien“, sagt Astrid Markow, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit der Landesapothekerkammer Brandenburg. Wichtig ist dieses Wissen vor allem im Zusammenhang mit den jetzt häufig auftretenden Erkältungskrankheiten, den grippalen Infekten: „Diese werden durch Viren verursacht und dagegen sind Antibiotika wirkungslos“, erklärt die Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit. Das liegt daran, dass Antibiotika in den Stoffwechsel der Bakterien eingreifen. Viren hingegen haben keinen eigenen Stoffwechsel, sondern bedienen sich zur Vermehrung einer Wirtszelle. Sie bieten Antibiotika praktisch keinen Angriffspunkt. „Erst wenn es im Laufe einer Erkältung zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien kommt, sollte ein Antibiotikum verordnet werden“, sagt Markow. Das gilt zum Beispiel bei einer Nasennebenhöhlenvereiterung oder Halsschmerzen mit hohem Fieber.

„Leider werden Antibiotika inzwischen, auch auf Druck der Patienten, zu schnell verschrieben“, berichtet Markow. Schon heute wirken bei vielen Bakterien Antibiotika nicht mehr, weil die Erreger bereits resistent geworden sind. „Im ambulanten Bereich geschieht dies am häufigsten, weil die Patienten ihre Medikamente falsch einnehmen oder zu früh absetzen“, so die Apothekerin. „Dadurch überleben widerstandsfähige Bakterien und werden gegen das Medikament immun.“ Daher sollten bei der Einnahme von Antibiotika bestimmte Regeln eingehalten werden: Dazu zählt, dass ein Antibiotikum immer bis zum Ende der vorgegebenen Anwendungsdauer aufgebraucht werden muss. Restbestände sollten nicht an andere weitergegeben oder bei einer späteren Erkrankung ohne ärztlichen Rat verwendet werden. Um einen gleichmäßigen Pegel an Wirkstoffen zu gewährleisten, sollten die vorgeschriebenen Abstände zwischen den Einnahmen eingehalten werden. „Dreimal täglich bedeutet also alle acht Stunden eine Dosis“, erklärt Markow. Das heißt, man sollte zu Beginn den Tagesablauf überdenken, um eine Einnahme mitten in der Nacht zu vermeiden.

Manche Antibiotika werden durch Kalzium in ihrer Wirkung gestört. Sie sollten deshalb nicht mit Milch oder kalziumreichem Mineralwasser eingenommen werden. Dasselbe gilt für Alkohol: Er kann die Wirksamkeit des Antibiotikums beeinflussen. „Idealerweise nimmt man die Tabletten mit einem großen Glas Wasser ein“, empfiehlt die Apothekerin. Zwischen dem Genuss von Milch oder Milchprodukten und der Antibiotikaeinnahme sollten mindestens zwei Stunden liegen. Einige Antibiotika müssen nüchtern, andere zum Essen genommen werden. Wann genau die beste Einnahmezeit für das verordnete Medikament ist, darüber klären die Apotheker im Land Brandenburg auf. Auch bezüglich der Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln sind sie die richtigen Ansprechpartner.

Die Landesapothekerkammer Brandenburg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Potsdam. Sie vertritt die beruflichen Interessen der Apotheker. Mitglied der Landesapothekerkammer sind alle Apotheker, die im Land Brandenburg ihren Beruf ausüben oder – falls sie ihren Berufen nicht ausüben – ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Die Landesapothekerkammer hat derzeit 1.500 Mitglieder. Im Land Brandenburg gibt es 590 Apotheken (inklusive 14 Krankenhausapotheken).



Was sind Antibiotika?


Antbiotika sind natürlich gebildete Stoffwechselprodukte von Pilzen und Bakterien. Das Wort Antibiotika stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „gegen das Leben“. Gemeint sind damit die Bakterien: Sie werden in ihrem Wachstum gehemmt oder abgetötet. Zur Arzneimitteltherapie verwendet man heute Antibiotika, die entweder synthetisch oder biotechnologisch gewonnen werden.

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