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17.10.2013 | Auerbachs Keller Leipzig:

Friedensfeuer erinnern an die Völkerschlacht

Eröffnungsveranstaltung der Gedenkwoche

Leipzig – Eine Zeitreise der besonderen Art erlebten Besucher jetzt in der Leipziger Innenstadt: Vor dem Auerbachs Keller erinnerten zahlreiche Menschen in historischen Kostümen an eine der größten Schlachten der Weltgeschichte, die Völkerschlacht zu Leipzig. Anlässlich des 200. Jahrestages hatte der Verband Jahrfeier 1813 e.V. ein ungewöhnliches Historien-Spektakel auf die Beine gestellt: Die Teilnehmer trafen sich an der Thomaskirche und marschierten von dort in Richtung Mädler Passage. Hier wurden sie unter Glockengeläut von ebenfalls kostümierten Mitstreitern empfangen. Mit dabei Napoleon, sein Marschall Józef Poniatowski und der König von Sachsen Friedrich August III.

 

Höhepunkt und zugleich Eröffnung der Gedenkwoche war die Entzündung von zwei Friedensfeuern durch das Pächter-Ehepaar des Auerbachs Keller Leipzig, Christine und Bernhard Rothenberger. Auch sie trugen historische Kostüme, die an die Kleidung der Zivil-Bevölkerung angelehnt waren. Ihre brennenden Fackeln übergaben sie an zwei Reiter, die das Feuer zum Biwak im Agra-Park Markkleeberg brachten. Anschließend gingen die geladenen Gäste in den Großen Keller, wo die Eröffnungsveranstaltung ihren kulinarischen Ausklang fand.

Die Völkerschlacht zu Leipzig gilt als größte und blutigste Schlacht bis zum Ersten Weltkrieg. Vom 16. bis 19. Oktober 1813 kämpften die verbündeten Heere Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens gegen die Truppen Napoleons. Auf dem Schlachtfeld versammelten sich rund eine halbe Million Soldaten. Mehr als 110.000 von ihnen starben. Eine Gedenkwoche anlässlich des 200. Jahrestagstages der Völkerschlacht erinnert an das historische Ereignis.

Auerbachs Keller Leipzig

Der Auerbachs Keller in der Mädler-Passage ist die berühmteste Traditionsgaststätte in Leipzig. Bereits 1525 wurde hier an Studenten Wein ausgeschenkt. Seinen Namen erhielt das Lokal von seinem Gründer, dem Mediziner und Universitätsprofessor Heinrich Stromer von Auerbach (Oberpfalz). 1625 ließ sein Urenkel Johann Vetzer den Fassritt Fausts auf zwei Tafeln im Kellergewölbe malen. Diese inspirierten später Johann Wolfgang Goethe zur Faustdichtung und verhalfen der einstigen Studentenkneipe zu Weltruhm. Während der DDR-Zeit war der Auerbachs Keller vorwiegend eine Messegaststätte für westliche Besucher, die in Devisen zahlen mussten. Nach der Wende kam es unter neuem Investor zum Konkurs und zeitweiliger Schließung des Hauses. 1996 wurden die Türen des Kellers für die Leipziger und ihre Gäste wiedereröffnet. Seit dem Bestehen des Auerbachs Keller sind hier schätzungsweise rund 92 Millionen Menschen bewirtet worden. Einer amerikanischen Studie zur Folge rangiert Auerbachs Keller unter den zehn bekanntesten Gaststätten der Welt derzeit auf Rang fünf.

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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