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15.10.2013 | Netzwerkmarketing Fernwanderwege:

Projekt macht Wanderwege barrierefrei

- Wandern ist nicht nur des Müllers Lust. Auch die Tourismuswirtschaft freut sich darüber, denn wandern wird immer beliebter. Die Städte und Kreise am Niederrhein wollen jetzt gemeinsam mit niederländischen Partnern noch mehr davon profitieren. Unter anderem sollen Fernwanderwege behindertengerecht gestaltet werden.   

 

Niederrhein – Der Weg ist das Ziel. Das gilt vor allem beim Wandern. Die Natur erleben, sich bewegen und den eigenen Horizont erweitern: Die Gründe, auf Schusters Rappen die Welt zu erkunden, sind vielfältig. Ideale Bedingungen auch für längere Touren bietet die deutsch-niederländische Grenzregion. Kilometerlange Wanderwege und flache Strecke inmitten der Natur machen es möglich. Doch was ist mit den Menschen, deren Mobilität eingeschränkt ist? Die beim Wandern auf Hilfe angewiesen sind? Wie können sie die Wanderwege nutzen?

 

Mit diesen Fragen und noch viel mehr beschäftigt sich jetzt ein neues Förderprojekt der Europäischen Union mit dem Titel „Netzwerkmarketing Fernwanderwege“. Im Blickpunkt stehen zunächst ein Teilstück des Pieterpad (von Lochem bis Groesbeek in den Niederlanden) und ein Teil des grenzüberschreitenden Jakobspilgerweges Nummer 4 (von Nijmegen über Emmerich, Kleve, Kalkar, Xanten und Moers bis Krefeld-Linn). „Menschen, die auf Gehhilfen oder Rollstühle angewiesen sind, können die Wanderwege bislang nur sehr eingeschränkt nutzen. Das soll sich ändern“, kündigt Martina Baumgärtner von der federführenden Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen (WFG) an. „Unser Ziel ist es, die Wanderwege auch für eingeschränkte Wanderer begeh- und befahrbar zu machen.“

 

Berücksichtigt werden dabei Höhenunterschiede, Hindernisse wie Treppen, Stufen, Schwellen und Bordsteine und Unebenheiten. Zudem soll es in regelmäßigen Abständen Rastplätze geben. „Unsere touristischen und kulturellen Angebote sollen für alle Menschen zugänglich sein. Deshalb wollen wir auch die Grundbedürfnisse der Menschen mit Behinderung berücksichtigen“, ergänzt Baumgärtner. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird der Bedarf eher noch zunehmen.

 

Wanderer dürfen sich an Umfrage beteiligen

 

In einem ersten Schritt wird die vorhandene Infrastruktur analysiert und überlegt, wo Verbesserungen möglich sind. Dazu werden auch Wanderer entlang der Strecken zum Thema „Wandern und Barrierefreiheit“ interviewt, eine Telefonumfrage gestartet und so genannte Leistungsanbieter, wie zum Beispiel Hotels, befragt. Die Analyse geht aber noch weiter: Untersucht werden auch Aspekte wie die Werteorientierung, die Interessen und Aktivitäten der Wanderer. Aus den Ergebnissen lassen sich unter anderem Hinweise für Marketing- und Vertriebsaktionen ableiten.   

 

Das Potenzial der Wanderer für den Tourismussektor ist gewaltig. Wandern liegt im Trend – bei allen Altersgruppen. Eine Entwicklung, die von Jahr zu Jahr zunimmt. Alleine in Deutschland sind es pro Jahr fast neun Millionen Wanderungen mit durchschnittlich 3,5 Nächten. Im Tagestourismus sind es 369 Millionen Wanderungen pro Jahr. „Wenn wir bei unseren Wanderwegen die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, werden wir von dieser Entwicklung noch mehr profitieren“, sagt Baumgärtner. Gefördert wird das Projekt mit 650.000 Euro. 

 

Das Projekt Fernwandern wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand  und Handwerk Nordrhein-Westfalen (MWEIMH) und der Provinz Gelderland  kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Euregio Rhein-Waal und der euregio rhein-maas-nord.

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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