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07.10.2013 | AKH Viersen:

Der Pflegeberuf: Mehr als Assistenzarbeit

Die Auszubildenden des AKH Viersen wollten es genau wissen und fragten die Passanten in der Viersener Innenstadt, wie gut sie sich mit der Arbeit von Pflegekräften auskennen.


Viersen –
Der Pflegeberuf erfordert viel Pflichtbewusstsein und Belastbarkeit. Ob auch die Menschen in der Viersener Innenstadt wissen, was die Arbeit der Pflegekräfte auszeichnet, haben die Auszubildenden am Schulzentrum des Allgemeinen Krankenhauses Viersen (AKH) mit Hilfe einer Umfrage von etwa 100 Passanten herausgefunden. Am Schulzentrum werden angehende Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger sowie Gesundheits- und Krankenpfleger des AKH und des Krankenhauses Nettetal unterrichtet.   

Pflegekräfte im Krankenhaus sind aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken. Pflegebedürftige Patienten bringen ihnen ihr ganzes Vertrauen entgegen. In einer Zeit, in der sie sowohl physisch als auch psychisch angeschlagen sind, vertrauen sie auf die Kompetenz der Pflegekräfte. Die Umfrage der Azubis im Zentrum Viersens zeigt jedoch, dass viele nicht wissen, was eine Pflegekraft leistet. Aufgaben der Pflegekräfte seien ausschließlich Waschen und Pflegen, so lauteten einige Ansichten. Die Wahrheit über den Beruf der Pflegekräfte sieht aber anders aus. Das Aufgabenspektrum umfasst Pflegediagnosen, gezielte, individuelle Pflegemaßnahmen, psychosoziale Betreuung und Dokumentation, um nur einige Tätigkeiten zu nennen. Das Aufgabenfeld der Pflegeberufe geht weit über die Assistenz von ärztlichen Anordnungen hinaus und erfordert ein hohes Maß an Verantwortung.

Im Rahmen des Projektes „Geschichte der Pflegeberufe“ wollten die Auszubildenden des AKH und des Nettetaler Krankenhauses mit Hilfe der Umfrage die Frage beantworten, wie Pflege in der Gesellschaft wahrgenommen wird. Die Vorstellungen der Viersener, wie der Arbeitsalltag von Pflegekräften aussieht, weichen teilweise von der Realität ab. Pflegekräfte sind mehr als nur Assistenten der Ärzte. Sie sind erheblich am Erfolg der Behandlung beteiligt und leisten interdisziplinäre Arbeiten von der Grundpflege bis zur psychologischen Betreuung der Patienten.

Nach einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit besteht in nahezu jedem Bundesland ein Fachkräftemangel an Gesundheits- und Krankenpflegekräften. Grund dafür könnte das Nichtwissen um die Aufgaben einer Pflegekraft sein. „Unser Beruf wird in der Gesellschaft stark unterschätzt, sodass nur wenige verstehen, warum ich diese Arbeit gerne mache“, kommentiert die Viersener Auszubildende Claudia Bist das Ergebnis der Umfrage. „Ich finde, dass unsere Arbeit mehr Wertschätzung erhalten sollte“, äußert sich Inga Telschow.

Die Umfrage der Pflege-Azubis des AKH Viersen zeigt, dass das Bild der Pflegekräfte in der Gesellschaft verzerrt ist. „Ziel der Befragung war es, dass sich die Auszubildenden kritisch mit den Meinungen der Gesellschaft auseinander setzen und überlegen, welche Möglichkeiten bestehen, das Bild und die Vorurteile in der Gesellschaft positiv zu beeinflussen. Die Berufsgruppe der Pflege kann dabei viel aus der Geschichte der Pflegeberufe lernen“, sagt Lukas Schmülling, Lehrer an der Kranken- und Kinderkrankenpflegeschule am AKH. Die Leistung der Pflegekräfte soll in der Bevölkerung mehr Anerkennung erhalten.


Schulzentrum des AKH Viersen:


Ausbildungsplätze Krankenpflegeschule: 45 (15 pro Jahr)

Ausbildungsplätze Kinderkrankenpflegeschule: 30 (zehn pro Jahr)

Dreijährige Ausbildung mit praktischem und theoretischem Teil. Auch die Pflegeschüler des Nettetaler Krankenhauses werden hier ausgebildet.

Einsatz in allen Fachbereichen der Klinik, einschließlich der Kinderklinik. Weitere praktische Erfahrungen in der Psychiatrie und Kinderpsychiatrie in Süchteln, im Hospitz Haus Franz in Dülken sowie beim Arbeiter Samariter Bund ASB/Gemeinsam in der ambulanten Krankenpflege.

Nach bestandener Prüfung ist man zur Führung der Berufs-bezeichnung: Gesundheits- und Krankenpflegerin/-pfleger beziehungsweise Gesundheits- und Kinderkrankenpflege-rin/-pfleger berechtigt.

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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