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02.09.2013 | Apotheker Brandenburg:

Medikamente in der Schwangerschaft – Möglichkeiten und Risiken

Für viele Erkrankungen gibt es Arzneimittel, deren Einsatz in der Schwangerschaft erprobt und als sicher eingestuft ist. Welche das sind, wissen Ärzte und die Apotheker vor Ort.


Potsdam – Meist nehmen Schwangere Medikamente ein, wenn die Schwangerschaft noch nicht festgestellt ist. Hier handelt es sich häufig um Dauermedikamente, wie zum Beispiel Schilddrüsen-Therapeutika und Blutdruck-Medikamente. Über die Fortführung einer Dauertherapie sollte die Schwangere zügig nach Bekanntwerden der Schwangerschaft mit ihrem Arzt sprechen, raten die Apotheker im Land Brandenburg. Das ist nicht nur wegen einer möglichen Schädigung des Embryos wichtig.

„Da sich der Stoffwechsel der Schwangeren in dieser Zeit so massiv ändert, sind eventuell Anpassungen notwendig, die für Mutter und Baby bedeutsam sein können“, sagt Astrid Markow, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit der Landesapothekerkammer Brandenburg. Auf keinen Fall ist es ratsam, aus Angst oder Unwissen die Medikation abzusetzen. Denn auch unbehandelte Krankheiten können Kinder im Mutterleib dauerhaft schädigen. „Das gilt zum Beispiel für Asthma“, erklärt die Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit. „Die Mutter muss behandelt werden, da ohne Medikamente die Sauerstoffversorgung des Kindes nicht zu gewährleisten ist.

Aufgrund der Hormonumstellungen klagen nicht wenige Frauen in der Schwangerschaft über Sodbrennen, Übelkeit oder Verstopfung. Es handelt sich in der Regel über mehr oder weniger starke Beschwerden, die vielfach mit Medikamenten behandelt werden können. Auch in diesen Fällen ist es ratsam, wenn sich die schwangeren Frauen mit dem Arzt oder Apotheker besprechen. „Für viele leichtere Beschwerden, wie eine verstopfte Nase, Unwohlsein oder Übelkeit gibt es bewährte Arznei- oder Hausmittel“, sagt Markow. Die Auswahl des Arzneimittels hängt von der Schwangerschaftswoche und den Folgen der Erkrankung für Mutter und Kind ab. „Speziell im ersten Schwangerschaftsdrittel sollten Arzneimittel zurückhaltend eingenommen werden“, empfiehlt Markow. „Da sich in dieser Zeit die Organe des Babys bilden, ist besondere Vorsicht geboten.“

Die Apotheker im Land Brandenburg warnen insbesondere Schwangere davor, Arzneimittel aus dem Internet zu bestellen. „In anderen Ländern sind die Anforderungen an die Arzneimittelherstellung nicht so hoch“, gibt Astrid Markow zu bedenken. „Es kommt vor, dass in den Arzneimitteln dann gar kein Wirkstoff enthalten ist.“ Auch das Wissen von Verwandten und Bekannten beziehungsweise der Einsatz homöopathischer Arzneimittel sollten mit Vorsicht betrachtet werden. „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Ansonsten kann ein sinnvolles Therapiekonzept vielleicht zu spät greifen.“ Indem Schwangere bewährte Arzneimittel vorziehen und ihre Erfahrungen mitteilen, können sie helfen, Kenntnisse über Risiken und die Sicherheit von Medikamenten zu verbessern.


Die Landesapothekerkammer Brandenburg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Potsdam. Sie vertritt die beruflichen Interessen der Apotheker. Mitglied der Landesapothekerkammer sind alle Apotheker, die im Land Brandenburg ihren Beruf ausüben oder – falls sie ihren Berufen nicht ausüben – ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Die Landesapothekerkammer hat derzeit 1.500 Mitglieder. Im Land Brandenburg gibt es 590 Apotheken (inklusive 14 Krankenhausapotheken).

Tipps gegen Beschwerden in der Schwangerschaft:

  • Übelkeit: Kamillen- oder Pfefferminztee
  • Sodbrennen: mit erhöhtem Oberkörper schlafen
  • Blähungen: Tee mit Anis, Fenchel und Kümmel
  • Kopfschmerzen: Schläfen mit Pfefferminzöl einreiben. Achtung: Finger weg von koffeinhaltigen Kombinationspräparaten. Diese können die Herzfrequenz des Ungeborenen stark erhöhen.
  • Schlafstörungen: Entspannungstechniken wie autogenes Training, pflanzliche Mittel auf Basis von Baldrian, Hopfen und Melisse, allerdings wegen des Alkohols kein Melissengeist.
  • Schnupfen: Inhalieren mit Kamille, Nasenspray mit Kochsalz
  • Husten: pflanzliche Mittel mit Thymian- oder Schlüsselblumenextrakt, viel Trinken

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Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

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