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23.08.2013 | Dialyse:

Lebensrettende Blutwäsche in der St. Antonius Klinik

Das Wegberger Krankenhaus verfügt über zwei Geräte zur Durchführung kontinuierlicher Nierenersatzverfahren (Dialyse, Hämofiltration) und Verfahren zur Giftentfernung aus dem Blutkreislauf (Hämoperfusion). Dies ist im heutigen Krankenhausbetrieb eine Seltenheit. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand.

Wegberg –  Blut ist ein ganz besonderer Saft. Vier bis sechs Liter Blut pulsieren durch den Körper eines erwachsenen Menschen. Das Blut ist Transportmittel, Klimaanlage und wehrt Krankheiten ab. Doch wenn der Lebenssaft aus dem „Gleichgewicht“ gerät, wird es gefährlich. Als eines der wenigen Krankenhäuser in der Region verfügt die St. Antonius Klinik in Wegberg über die Möglichkeit der maschinellen kontinuierlichen Nierenersatztherapie.

„Wir sind damit Vorreiter im Kreis Heinsberg“, sagt Dr. Ludger Dohmann, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin. „Die meisten Kliniken haben diese Dienstleistung an Dialysezentren ausgegliedert.“ Die St. Antonius Klinik verfügt dagegen über zwei Geräte, die im Notfall Leben retten können. Nicht nur deshalb hat sich die Hämodiafiltration für Dohmann im Klinikalltag längst bewährt.

Bei diesem Verfahren wird das Blut des Patienten über ein Schlauchsystem zum Dialysegerät geleitet und gereinigt. Der Vorteil dieser Methode: „Sie ist sehr kreislaufschonend, weil sie langsam entgiftet, kontinuierlich über drei Tage“, erklärt der Chefarzt. Und die Therapie kann sofort und ohne Zeitverzögerung beginnen. Das Verfahren weist auch Vorzüge gegenüber anderen Dialysemethoden auf. Die Gefahr des Auftretens schwerwiegender neurologischer Komplikationen ist gegenüber den üblichen intermittierenden Dialyseverfahren (mit Unterbrechungen) deutlich reduziert. Über spezielle Filter können bei einer Blutvergiftung Schadstoffe entfernt und der Kreislauf so stabilisiert werden.

Das Einsatzgebiet der Dialysegeräte ist sehr vielfältig. Sie können nicht nur bei Nierenfunktionseinschränkungen beziehungsweise akutem Nierenversagen sowie septischen Zuständen angewendet werden. So kann unter anderem das Blutvolumen sehr gut gesteuert, gegebenenfalls dem Kreislauf Flüssigkeit entzogen und das Herz entlastet, bei Verbrennungen oder ausgedehnten Weichteilverletzungen nierenschädigende Zelltrümmer entfernt werden.

Auch bei Vergiftungen durch Tablettenüberdosierungen oder Einnahme anderer toxischer Substanzen besteht die Möglichkeit, diese Gifte via Hämoperfusion über einen besonderen Filter aus dem Kreislauf zu entfernen. Ein lebensrettendes Akutverfahren, das nur in wenigen Kliniken angeboten wird.

Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin


Chefarzt Dr. Ludger Dohmann

Betreuung der Patienten der chirurgischen und internistischen Abteilungen der St. Antonius Klinik.

Angeschlossen an die Abteilung ist die Intensivstation mit vier Intensivbetten sowie sieben weiteren Intermediate Care Betten.

Patienten mit schwerwiegenden Krankheitsbildern werden hier von einem multiprofessionell aufgestellten Team versorgt.

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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