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05.08.2013 | AKH Viersen:

Schwester Blecilla ist am Niederrhein heimisch geworden

Indische Ordensschwester lebt und arbeitet seit 40 Jahren in Viersen-Dülken

Viersen – „Guten Morgen, haben Sie gut geschlafen?“ lautete einer der ersten deutschen Sätze, den Schwester Blecilla vor fast 40 Jahren gelernt hat. Gemeinsam mit vier weiteren Schwestern des indischen Ordens „Sisters of the Little Flower of Bethany“ kam die damals 20-Jährige am 14. September 1973 nach Viersen-Dülken. Ihre Aufgabe: Altenpflege im Marienheim der damaligen Pfarrei St. Cornelius. Der Umzug nach Deutschland war nicht nur für die fünf Schwestern ein großer Schritt, für den Bethany-Orden war Deutschland nach Rom erst die zweite Niederlassung in Europa.


„Wir sind mit offenen Armen aufgenommen worden“, erinnert sich die 60-Jährige, die seit 1994 Pflegedienstleiterin im Seniorenhaus St. Cornelius ist. Vieles sei ihr natürlich fremd vorgekommen: „Zur Begrüßung gab es Kirschkuchen und ich war erstaunt, dass der Kuchen so sauer schmeckte. Als dann jemand meinte, ich sollte Sahne dazu essen, befürchtete ich zuerst, die wäre auch sauer“. Verwundert war Schwester Blecilla, die aus dem tropisch-heißen Süd-Indien stammt, auch über die Bäume, die ihre Blätter verloren, und die immer kürzer werdenden Tage: „Ich dachte nur, hoffentlich ist das nicht immer so.“

Als einzige der fünf indischen Schwestern von damals ist sie in Deutschland geblieben. Die anderen Schwestern übernahmen neue Aufgaben, doch immer wieder kamen Ordensschwestern aus Indien nach Dülken. Schwester Blecilla wurde in den vier Jahrzehnten am Niederrhein heimisch. „Ich esse inzwischen sogar sehr gerne Sauerkraut“, lacht sie. Auch rheinische Bräuche wie Karneval oder St. Martin seien ihr ans Herz gewachsen. Obwohl sie als Pflegedienstleiterin auch viel am Schreibtisch arbeiten muss, ist der Ordensschwester die Seelsorge nach wie vor sehr wichtig. Dabei ist es ihr egal, welcher Religion jemand angehört. Sie organisiert den wöchentlichen Gottesdienst und gibt den Bewohnern auf Wunsch die Kommunion.

Für die Bewohner und die Mitarbeiter des Seniorenhaus St. Cornelius sind die indischen Ordensschwestern, neben Schwester Blecilla sind es aktuell noch fünf weitere, nicht mehr weg zu denken. „Für die Atmosphäre in unserem Haus sind die Schwestern sehr wertvoll“, betont Verwaltungsleiterin Martina Oosterkamp. „Das Mitmenschliche wird durch sie sehr gelebt und sie haben immer ein offenes Ohr.“ Auch im Gemeindeleben sind die Schwestern des Bethany-Ordens sehr aktiv. „Sie sind bei Pfarrfesten dabei und überraschen uns auch schon mal mit exotischen Gerichten aus ihrer indischen Heimat.“ Oosterkamp ist sicher, die Ordensschwester sind für das Seniorenhaus unverzichtbar.


INFO: Sisters of the Little Flower of Bethany


1921 wurde eine erste Gemeinschaft von Schwestern durch den in Südwest-Indien geborenen katholischen Priester Mascarenhas gegründet. Ihm war besonders die Schulbildung von Mädchen aus armen Familien ein Anliegen. Aus kleinsten Anfängen ist heute ein international tätiger Orden geworden.

1.333 Schwestern tun Dienst in 171 Kommunitäten (religiöse Lebensgemeinschaften), 160 davon in Indien, zwölf in Italien, Frankreich, Mauretanien, Tansania, Deutschland sowie im Senegal. Die Schwestern engagieren sich für arme, ausgegrenzte und hilfsbedürftige Menschen in Schulen, Krankenhäusern, Pfarren oder Heimen.

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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