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22.07.2013 | Tagestourismus am Niederrhein:

Deutsche Touristen stehen auf Kultur, Belgier mögen es aktiver

Welche Touristen besuchen den Niederrhein sowie Nord- und Mittel-Limburg und was interessiert sie dort besonders? Dieser Frage ging jetzt eine Marktanalyse im Auftrag des Projektes Netzwerkmarketing Tagestourismus nach: mit durchaus überraschenden Ergebnissen.


Niederrhein – Das Wunderland Kalkar, die historische Altstadt in Brüggen, der LVR-Archäologische Park Xanten und die Burg Linn in Krefeld gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen niederländischer Reisender am Niederrhein. Das ist nur eines der Ergebnisse einer umfangreichen Marktanalyse des Tourismus im deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Auftraggeber der Studie war das Interreg IV-Projekt Netzwerkmarketing Tagestourismus, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Region fit für die Zukunft zu machen und wettbewerbsfähige Strukturen zu schaffen.

„Wir wollen mit dem Projekt den Bekanntheitsgrad der Region erhöhen, die Qualität der tagestouristischen Betriebe weiter verbessern und die vorhandenen Potenziale am Niederrhein und den niederländischen Regionen Nord- und Mittel-Limburg besser nutzen“, sagt Martina Baumgärtner von der federführenden Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen (WFG). Als Grundlage für die weiteren Überlegungen dient nun die Analyse der IFT Freizeit- und Tourismusberatung sowie des niederländischen Pendants SmartAgent.

Interessenlage der Touristen sehr unterschiedlich

Die Analyse zeigt auf, wer die Zielgruppen sind, die Ausflüge ins deutsch-niederländische Grenzgebiet unternehmen, warum sie kommen und wie sie sich über die Region informieren. Befragt wurden Bewohner der niederländischen Provinz Limburg, Flanderns in Belgien sowie des Niederrheins und seines Umfeldes. „Erstaunlich ist dabei zum Beispiel, wie unterschiedlich die Interessen von deutschen, niederländischen und auch belgischen Touristen sind“, berichtet Christian Rast von ift. Deutsche Gäste suchen vor allem die Erholung im Freien und Kultur. Gegenüber den Belgiern und Niederländern haben sie am wenigsten Interesse an Wellness-Ausflügen. Dagegen interessieren sich die Belgier am meisten für Veranstaltungen und Festivals in der Region und sind die aktivste Gruppe bei der Gestaltung eines Tagesausfluges. Gemeinsam ist aber allen Ländern die Lust auf Wandern, Radfahren und die Nähe zur Natur, wenn sie die Grenzregion besuchen.

Überrascht zeigte sich Rast außerdem über die ermittelten wirtschaftlichen Daten. So geben die Tagesausflügler aus Flandern und Limburg rund 350 Millionen Euro pro Jahr am Niederrhein aus. Ein Potenzial, das mit der richtigen Ansprache und dem passenden Angebot noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse der Untersuchung nun in konkrete Marketingideen übersetzt. Profitieren sollen davon vor allem tagestouristische Betriebe, also Museen, Restaurants und Cafés sowie touristische Attraktionen. Sie haben die Möglichkeit, an kostenfreien Workshops teilzunehmen. Dort werden die Wünsche und Vorstellungen der Tagesausflügler vorgestellt und konkrete Handlungsempfehlungen vermittelt.

Beim Netzwerkmarketing Tagestourismus handelt es sich um ein Interreg IV A Projekt, das mit Mitteln der Europäischen Union unterstützt wird. Das Interreg-Programm leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Grenzregion zu einer integrierten europäischen Region und zur Stärkung der Position im weltweiten Wettbewerb. Am Projekt Netzwerkmarketing sind folgende Städte und Kreise beteiligt: Krefeld, die Kreise Heinsberg, Viersen, Kleve, Wesel und der Rhein-Kreis Neuss sowie auf niederländischer Seite die Regionen Nord- und Mittel-Limburg. Die Federführung für das Projekt haben die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen (WFG), Leisure Port für Noord-Limburg sowie VVV Mittel-Limburg.

Das Projekt Netzwerkmarketing Tagestourismus wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Wirtschaftsministeriums des Landes NRW, sowie der Provinz Limburg kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der euregio rhein-maas-nord.

Ihr Ansprechpartner.

Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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