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05.07.2013 | Apotheker Brandenburg:

Wenn Arzneimittel und Licht sich nicht miteinander vertragen

Arzneimittel und Licht haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun. Doch es gibt bestimmte Arzneimittel, die in Verbindung mit UV-Strahlen Hautveränderungen wie bei einem Sonnenbrand auslösen können. Was dann zu tun ist, wissen die Apotheker.


Potsdam – Flugreise buchen, Koffer packen und ab in den Süden: Die Ferienzeit geht jetzt los und für viele Menschen im Land Brandenburg heißt das Sonne, Strand und Meer. Wer allerdings Arzneimittel einnimmt, für den kann die Sonne auch ihre Schattenseiten haben. Denn was viele nicht wissen: Es gibt einige Medikamente, die in Verbindung mit Sonneneinstrahlung, unangenehme Nebenwirkungen verursachen können. Das Fachwort für dieses Phänomen lautet „Phototoxie“. Die Apotheker im Land Brandenburg nehmen dazu Stellung.

„Die Hautreaktionen bei der Phototoxizität ähneln einem schmerzhaften Sonnenbrand und dessen Folgen“, erklärt Astrid Markow, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit der Landesapothekerkammer Brandenburg Es kommt zu Rötungen, Juckreiz, Blasenbildung bis hin zur Gewebezerstörung. Die Hautveränderungen bilden sich in erster Linie an belichteten Arealen, also dort, wo die Sonne ungehindert auf die Haut trifft. Wie sich die Kombination Arzneimittel und Licht auswirkt, lässt sich allerdings nicht verallgemeinern. Das ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Phototoxische Reaktionen wurden bisher bei den unterschiedlichsten Arzneimitteln festgestellt. Zu den häufigsten gehören Antibiotika und Arzneimittel mit dem Wirkstoff Hydrochlorothiazid aus der Stoffgruppe der Diuretika. Dabei handelt es sich um Mittel zur Steigerung der Wasserausscheidung. Eingesetzt wird der Wirkstoff zum Beispiel bei Bluthochdruck. Aber auch Antidiabetika, Rheuma-Mittel oder Psychopharmaka sind Präparate, auf die die Haut in Verbindung mit Licht sensibel reagieren kann. Auf dieser Liste stehen selbst nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel wie Johanniskraut.

Doch was können Betroffene unternehmen, wenn sie auf die Medikamente nicht verzichten können? „Eventuell ist es in Absprache mit dem Arzt möglich, die Dosis abzusenken, um phototoxische Reaktionen abzuschwächen oder sogar zu vermeiden“, sagt die Apothekerin. Außerdem ist zu beachten, dass noch einige Tage nach Beendigung einer Antibiotika-Therapie ein erhöhter Lichtschutz aufgetragen werden sollte. Dies dient nicht nur dem Vermeiden von sonnenbrandähnlichen Hautschäden, sondern nützt dem Erhalt der Kollagenstruktur und der Faltenvorbeugung.

Ein weiterer Rat der Apotheker im Land Brandenburg: Es ist besser, Sonnenlicht zwischen 11 und 15 Uhr zu meiden. In dieser Zeit sind die UV-Strahlen besonders gefährlich. Hilfreich ist es auch, lange und luftige Kleidung zu tragen, die den Körper bedeckt. Wer dennoch auf das Sonnenbad nicht verzichten möchte, kann sich mit Sonnenschutzmitteln mit hohem UV-Schutz absichern. Patienten, die nach der Arzneimitteleinnahme mit Hautveränderungen reagieren, sollten sich umgehend an ihren Arzt oder die Apotheke vor Ort wenden.


Die Landesapothekerkammer Brandenburg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Potsdam. Sie vertritt die beruflichen Interessen der Apotheker. Mitglied der Landesapothekerkammer sind alle Apotheker, die im Land Brandenburg ihren Beruf ausüben oder – falls sie ihren Berufen nicht ausüben – ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Die Landesapothekerkammer hat derzeit 1.500 Mitglieder. Im Land Brandenburg gibt es 590 Apotheken (inklusive 14 Krankenhausapotheken).

Arzneimittel, auf die Patienten phototoxisch reagieren können:

Diuretika (harntreibend, zur gesteigerten Wasserausscheidung), Antibiotika, Mittel zur Akne-Behandlung, Antiepileptika, Antidepressiva, Antihistaminika (Einsatz bei Allergien), nichtverschreibungspflichtige Arzneimittel wie Johanniskraut und viele mehr.

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Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

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