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27.05.2013 | Apotheker Brandenburg:

Schmerzmittel müssen sorgfältig dosiert werden

Vor der Einnahme von Schmerzmitteln ist die Beratung eines Apothekers unverzichtbar. Darauf machen die Apotheker im Land Brandenburg anlässlich des deutschlandweiten Aktionstages gegen den Schmerz am Dienstag, 4. Juni 2013, aufmerksam.


Potsdam – Schmerzen sind normalerweise Warnsignale unseres Körpers. Sie ermahnen uns zur Vorsicht und zeigen, wenn etwas im Organismus nicht in Ordnung ist. Doch für immer mehr Menschen hat der Schmerz diese Schutzfunktion verloren. Der Schmerz ist selbst zur Krankheit geworden. Nach Schätzungen der Deutschen Schmerzgesellschaft leiden bis zu 16 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Doch Vorsicht ist schon geboten, bevor der Schmerz zum Dauerbegleiter wird, wissen die Apotheker im Land Brandenburg.

Für viele Menschen sind Schmerzen kein Grund, direkt den Arzt aufzusuchen. Bei leichten Kopfschmerzen, kleineren Verletzungen, wenn der Schädel brummt oder der Rücken zwickt, nehmen sie die Gesundheit selbst in die Hand und greifen zu nicht rezeptpflichtigen Arzneimitteln. Doch auch diese Schmerzmittel müssen sorgfältig dosiert werden. „Der Rat des Apothekers ist unverzichtbar, denn Selbstmedikation hat ihre Grenzen“, sagt Astrid Markow, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit der Landesapothekerkammer Brandenburg. Mögliche Probleme können durch falsche Dosierungen oder die falsche Anwendung entstehen. „Ein Apotheker kann dies verhindern und erkennen, ob eine Selbstmedikation überhaupt möglich und welches rezeptfreie Arzneimittel das beste ist. Patienten sollten deshalb bei jeder Selbstmedikation in der Apotheke gezielt nachfragen,“ rät die Apothekerin.

Bei der Einnahme von Schmerzmitteln gibt es einiges zu beachten: So können beispielsweise Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Diclofenac auf Dauer Magen und Darm schädigen. Ähnlich sieht es bei dem Wirkstoff Paracetamol aus, der seit einigen Jahren verschreibungspflichtig ist, wenn in einer Packung mehr als zehn Gramm Paracetamol enthalten sind. Einige Schmerzmittel dürfen nicht bei bestimmten Krankheiten, wie bei Asthma und Magengeschwüren, eingenommen werden. Ähnlich wie bei Schlafmitteln können zudem Abhängigkeiten entstehen. Unabhängig vom Wirkstoff sollten Schmerzmittel ohne ärztlichen Rat nie längere Zeit eingenommen werden, empfehlen die Apotheker im Land Brandenburg. Als Faustregel gilt: Schmerzmittel nicht an mehr als zehn Tagen pro Monat und nicht länger als drei Tage hintereinander einnehmen. „Ist der Schmerz in diesem Zeitraum nicht verschwunden, sollte man unbedingt zum Arzt gehen und die Ursache der Schmerzen abklären lassen.“   

Ist der Schmerz chronisch, reichen Arzneimittel nicht aus. „Chronische Schmerzen sind ein biologisches, psychologisches und soziales Problem. Eine Therapie sollte alle drei Aspekte miteinbeziehen“, sagt die Apothekerin. Die Apotheker im Land Brandenburg helfen gerne weiter und bilden sich regelmäßig zum Thema Schmerz fort. Das ist deshalb ein so wichtiges Thema bei den Apothekern, weil der Schmerz bei vielen Erkrankungen eine Begleiterscheinung ist. So zum Beispiel beim Fortbildungswochenende für Apotheker im Juni in Potsdam zum Thema „Chronische Erkrankungen bei Kindern“. Dann wird unter anderem über Rheuma gesprochen und wie die Schmerzen gelindert werden können.

Die Landesapothekerkammer Brandenburg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Potsdam. Sie vertritt die beruflichen Interessen der Apotheker. Mitglied der Landesapothekerkammer sind alle Apotheker, die im Land Brandenburg ihren Beruf ausüben oder – falls sie ihren Berufen nicht ausüben – ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Die Landesapothekerkammer hat derzeit 1.500 Mitglieder. Im Land Brandenburg gibt es 590 Apotheken (inklusive 14 Krankenhausapotheken).

Schmerz – Zahlen und Fakten

Kopfschmerz: 10 Prozent der erwachsenen Bevölkerung leidet an Migräne. 3 Prozent haben chronische Spannungskopfschmerzen. Bereits im Vorschulalter klagt jedes fünfte Kind über gelegentliche Kopfschmerzen.

Rückenschmerz: Rund 40 Prozent der Erwachsenen geben an, unter Rückenschmerzen zu leiden. Etwa jeder Zehnte dieser Betroffenen hat chronische Schmerzen.

Quelle: Bundesverband Deutsche Schmerzhilfe

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Kaspar Müller-Bringmann

Inhaber des Medienbüro Müller-Bringmann und Chefredakteur.

Telefon +49(0)2166.6282-0

   

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