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Presseverteiler

Eine Botschaft gezielt und vor allem erfolgreich an die Medien zu bringen, das ist das Ziel jeder Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Doch ob dieses Ziel auch erreicht wird, hängt von einem wichtigen Faktor ab: dem Presseverteiler. Denn der ist weit mehr als eine willkürliche Zusammenstellung von Adressen.

Katrin Hilger

Einen kompletten Presseverteiler zu erstellen, erfordert Erfahrung in der Medienlandschaft sowie Fingerspitzengefühl. Jeder Presseverteiler sollte individuell auf den jeweiligen Kunden und seine Themen zugeschnitten werden. Bevor die erste Adresse erfasst wird, muss daher stets die Überlegung stehen, für welche Medien ist das Thema überhaupt interessant?

Zu jeder Branche gibt es inzwischen zahlreiche Fachzeitschriften. Sie bilden den Grundstock des Presseverteilers. Zudem gehören natürlich alle Nachrichtenagenturen hinein. Häufig gibt es aber auch Fachthemen, die ein breiteres Publikum ansprechen. Daher müssen ebenfalls Tages- und Publikumszeitungen in den Verteiler aufgenommen werden. Viele davon haben inzwischen auch eigene Rubriken zu bestimmten Themen wie zum Beispiel Gesundheit, Reise und ähnliches.

Insbesondere im Lokalen gilt stets das Gebot der Gleichbehandlung. Das heißt, auch wenn mir vielleicht eine Zeitung auf Grund ihrer Berichterstattung sympathischer ist als eine andere, müssen alle vorhandenen Medien gleich und vor allem gleichzeitig versorgt werden. Missachtet man diesen wichtigen Grundsatz, hat man schnell bei allen Journalisten verloren.

Stellt sich zum Schluss noch die Frage: Postadresse, Fax oder E-Mail? Auch hier gilt es abzuwägen. Wobei der Trend inzwischen schon mehr in Richtung E-Mail geht. Die meisten Redakteure bevorzugen diesen Weg, weil sie den Pressetext dann direkt am Computer weiterverarbeiten können.

Was Redakteure gar nicht leiden können, sind telefonische Nachfassaktionen, ob man die Pressemitteilung auch erhalten hat und etwas berichten wird. Solche Gespräche rauben nur kostbare Zeit und bringen absolut nichts.

Katrin Hilger

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