Pressekonferenz
Neben Pressemitteilungen gehören Pressekonferenzen – kurz PK genannt – zu den wichtigsten Instrumenten der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Gegensatz zur Pressemitteilung ist die PK allerdings eine „Waffe“, die bei häufiger Benutzung stumpf wird.
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Deshalb muss an erster Stelle immer die Frage stehen: „Welche Botschaft will ich den Medien mitteilen?“ Und ist diese wirklich so wichtig und interessant, dass es sich für die Journalisten lohnt, ihre Redaktionen für mehrere Stunden zu verlassen?
Bei komplexen Themen, die vielleicht auch erklärungsbedürftig sind, empfiehlt sich auf jeden Fall eine PK. Zum Beispiel beim Jahresabschluss eines Untermnehmens. Ratsam ist eine Pressekonferenz in der Regel auch, wenn es etwas zu sehen beziehungsweise anzufassen gibt. Zum Beispiel ein neues Hotel oder Produkt. Bei vielen anderen Themen reicht aber meist eine Pressemitteilung.
Neben dem Nachrichtenwert, hängt der Erfolg einer Pressekonferenz ganz stark von der Organisation vor, während und nach der PK ab. Neben einem zielgruppenorientierten Presseverteiler ist die Einladung äußerst wichtig. Wie bei der Pressemitteilung gilt auch hier: Der erste Eindruck entscheidet. Es muss auf den ersten Blick klar sein, wer einlädt und warum. Was den Ablauf der PK betrifft, geht es nicht darum, die Journalisten in exquisitem Ambiente fürstlich zu bedienen, sondern die in der Einladung angekündigte Botschaft klar deutlich und vor allem kurz zu vermitteln. Hier gilt der alte Satz: Sprechen Sie über alles, aber nicht über zehn Minuten!
Eine Pressekonferenz ist auch ein Forum zum Meinungsaustausch. Journalisten haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und persönliche Statements der Teilnehmer zu erhalten. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass bei einer Pressekonferenz auch Themen angeschnitten werden können, die noch nicht spruchreif oder sogar kritisch sind.
Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, den anwesenden Journalisten das Gesagte und eventuell ergänzendes Hintergrundmaterial in Form einer Pressemappe mit auf den Weg zu geben. Diese kann man außerdem an Journalisten, die nicht anwesend waren, verschicken. Allerdings niemals ungefragt!
Katrin Hilger
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